Am Morgen des 13. April 2018 hatte der 19-Jährige zunächst vor der Pappert-Filiale im Münsterfeld randaliert. / Archivfoto: dpa

Schüsse im Münsterfeld: Ermittlungen gegen Polizist nach Videoprüfung erneut eingestellt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Fulda - Die Staatsanwaltschaft Fulda hat die Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten ein weiteres Mal eingestellt, der im April 2018 im Münsterfeld tödliche Schüsse auf einen 18 Jahren alten Afghanen abgegeben hatte.

„Wir haben die Ermittlungen Ende Juli erneut eingestellt. Nach dem Auftauchen eines Videos haben wir die Ermittlungen noch einmal aufgenommen. Dabei haben sich dann aber die Gründe für die Einstellung bestätigte“, sagte Harry Wilke, Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, am Mittwoch unserer Zeitung.

Im Februar hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Beamten eingestellt. Der Beamte habe in Notwehr gehandelt. Der Afghane haben vor den Schüssen randaliert und einen Lieferanten am Kopf verletzt. Er habe auch die herbeigerufenen Polizisten angegriffen, unter anderem mit einem Schlagstock, den er den Beamten entwendet hatte.

Erneute Beschwerde eingelegt

Im März tauchte ein 59 Sekunden langes Video auf, das ein Gerangel vor den Schüssen, aber nicht die Schüsse zeigte. Daraufhin wurde weiter ermittelt.

Die Anwältin der Familie des Getöteten hat bei der Staatsanwaltschaft Beschwerde gegen die Einstellung der Ermittlungen eingelegt – wie sie es schon im Februar getan hatte. Eine Begründung für die Beschwerde hat sie aber noch nicht vorgelegt, berichtete Wilke.

„Eine Frist für die Begründung gibt es nicht“, sagte Wilke. Über die Beschwerde entscheidet die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt. / vn

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren