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Sebastian Kehl: „Ein Spielabbruch wäre sportlich eine Katastrophe gewesen“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Dortmund - Der Hass von einzelnen Fußball-Fans konzentriert sich mal wieder auf Dietmar Hopp und den DFB. Auch die Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Freiburg stand kurz auf der Kippe mit einer anschließenden Stadiondurchsage. Wir haben dazu den gebürtigen Lahrbacher Sebastian Kehl als Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung gefragt.

„Grundsätzlich sind wir durch die Dinge der vergangenen Wochen darüber informiert worden, dass es die Möglichkeit gibt, das Spiel kurzfristig zu unterbrechen und im letzten Schritt auch abzubrechen, was für uns sportlich natürlich eine Katastrophe gewesen wäre“, sagt der 40-Jährige zu unserer Zeitung.

„Wir haben uns mehrfach als Borussia Dortmund positioniert, in dem Sinne, dass persönliche Anfeindungen keinen Raum im Stadion haben. Wir stehen für Vielfalt und setzen uns für diese Themen ein. Heute war es eine kurze Unterbrechung, zum Glück war es danach wieder ruhiger.“

„Der Schiedsrichter hat richtig entschieden“

Das Kehl bis Samstag nach der Partie von den Szenen in Sinsheim nur gehört habe, könne er nur für die Themen beim BVB sprechen. Der Vize-Weltmeister von 2002 erklärt zu der Frage, ob er die Spielunterbrechung gegen den SCF als angemessen empfunden habe: „Es lässt sich sicherlich streiten, was angemessen ist.“

Drei dreifache Deutscher Meister weiter: „Die DFL und der DFB haben einen Drei-Schritte-Plan an die Vereine herausgegeben, dass bei einer zweimaligen Unterbrechung die Mannschaften in die Kabine müssen und das Spiel anschließend auch abgebrochen werden kann. An diesen muss sich jeder halten. Der Schiedsrichter hat demnach die richtige Entscheidung getroffen.“

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