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Sechs Millionen Euro für Abwasser – Kläranlage in Hofbieber wird erneuert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hofbieber - Die Gemeinde Hofbieber investiert in die Erneuerung der Abwasseranlage im Ortsteil Wiesen. Strenge Umweltauflagen und das Alter der Anlagen machen dies notwendig.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

„Die Substanz des Bauwerks ist nicht mehr die beste und die Anlage nicht mehr auf dem neuesten Stand“, erklärt Bürgermeister Markus Röder (parteilos). Dazu kämen immer strengere Vorgaben der Umweltbehörden, was die Grenzwerte betreffe. Die Gemeinde müsse deshalb Abwasserabgabe zahlen. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung getroffen, die Anlage in Wiesen zu erneuern und die in Langenbieber aufzugeben. Dafür werden in den kommenden vier Jahren rund sechs Millionen Euro ausgegeben.

3,7 Millionen Euro für Erneuerung

Zur grundhaften Erneuerung hat die Betriebskommission der Gemeindewerke Hofbieber eine Entscheidung für die Biocos-Systemtechnik getroffen. Es ist eine Alternative zu den herkömmlichen Anlagen und stehe für eine Technologie zur biologischen Abwasserreinigung. „Wichtig ist, dass dadurch das gereinigte Abwasser noch sauberer wird“, erklärt Röder. Damit unternehme Hofbieber schon einen Schritt in die Zukunft, falls künftig die Grenzwerte für sauberes Wasser nochmals erhöht werden.

Die Kostenschätzung für die Erneuerung der Kläranlage in Wiesen belaufen sich auf rund 3,7 Millionen Euro. Im kommenden Jahr wird die neue Technik in Wiesen für rund zwei Millionen Euro verbaut. Dazu wird ein Landeszuschuss von 425.000 Euro erwartet.

Kläranlage Langenbieber wird aufgegeben

In den Jahren 2021 und 2022 werden im zweiten Bauabschnitt das Regenüberlaufbecken auf dem Standort des mittleren alten Teiches gebaut. Es folgt im dritten Abschnitt in den Jahren 2022 und 2023 der Neubau des Sammlers von Langenbieber nach Niederbieber. Im Zuge dieser Arbeiten werden die Kanalleitungen für geschätzte 900.000 Euro erneuert und vergrößert, damit das Abwasser von Langenbieber und Kleinsassen auch in Wiesen gesäubert werden kann.

Denn im vierten und letzten Bauabschnitt soll die Kläranlage Langenbieber aufgegeben werden und zu einem Regenüberlaufbecken umgebaut werden. Dafür sind 400.000 Euro vorgesehen. Insgesamt summieren sich die verschiedenen Maßnahmen auf rund sechs Millionen Euro.

Verhandlungen für weitere Fördergelder

Insbesondere die Schaffung von Rückhaltebecken und die Aufgabe von Kläranlagen werden vom Land bezuschusst. Derzeit stehe die Gemeinde in Verhandlungen, um weitere Fördergelder zu bekommen.

Zur Finanzierung sollen weder die Gebühren angehoben noch ein Beitrag erhoben werden, betont der Bürgermeister. Durch eine geringere Abwasserabgabe, die Zuschüsse, durch Rücklagen im Gebührenhaushalt und mittelfristig mehr Abnehmer durch die Neubaugebiete soll laut Röder die Finanzierung gestemmt werden.

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