Segelflug auf der Wasserkuppe wird kein Kulturerbe – zumindest vorerst

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wasserkuppe - Seit gut zwei Jahren versucht die Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe (GFS), in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu gelangen. Jetzt kam ein Brief von der Unesco: Die Wasserkuppe schafft den Sprung auf die Liste nicht. Im Antrag fehlen zu viele Details über die Geschichte.

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kircher

„In dem Antrag ist leider die spezielle deutsche Geschichte des Segelflugs zu wenig ausgeführt“, erklärt Unesco-Referent Benjamin Hanke. Nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland im Versailler Vertrag der Motorflug verboten worden, was zu einem Ausbau des Segelflugs führte. Das sei von der GFS unzureichend dargestellt. Ebenfalls nicht ausreichend beschrieben worden sein soll, wie der Segelflug nach der Nazizeit wieder in zivile Hände kam.

Thema noch nicht endgültig durch

Dabei hatten die GFS-Mitglieder ihren ersten Antrag extra überarbeitet, weil die Unesco bereits im Frühjahr ähnliche Kritik äußerte. Entsprechend herrscht nun Enttäuschung. „Die Unesco will, dass wir die Geschichte des gesamten Segelflugs in Deutschland aufarbeiten. Das können wir als kleine Wasserkuppe nicht leisten“, meint Vizepräsident Dr. Manfred Neidert.

Der Segelflug ist mit dieser Ablehnung aber nicht endgültig ausgeschlossen als Kulturerbe. Die nächste Bewerbungsrunde startet allerdings erst 2017.

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