Beispiel: Rasdorf. / Foto: Jürgen Simon

Sehr gute Resonanz: Förderprogramm zur Innenentwicklung soll 2020 fortgeführt werden

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/Rasdorf - Nachdem das Förderprogramm des Landkreises Fulda zur Innenentwicklung in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden nach Kreis-Angaben auf eine sehr gute Resonanz gestoßen ist, soll es auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden.

Das teilte der Landkreis Fulda jetzt mit. Seit Inkrafttreten der Förderrichtlinien am 1. Januar 2018 wurden, so heißt es weiter, insgesamt 21 Vorhaben in zwölf Kommunen mit einer Gesamtsumme von rund 590.000 Euro gefördert. Auch für 2020 liegen wieder Anträge über rund 250.000 Euro vor, die der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung bewilligt hat.

Laut Aussage von Landrat Bernd Woide ist das Förderprogramm ein hervorragend geeignetes Instrument, um die Bebauung in den Ortskernen zu verdichten, Leerständen entgegenzuwirken, die Attraktivität innerörtlicher Bereiche zu steigern und somit das gesamte Ortsbild aufzuwerten.

Höchstbetrag von 45.000 Euro

Mit Unterstützung des Landkreises, so schreibt er, sollen vor allem finanzschwache Kommunen in die Lage versetzt werden, geeignete Flächen zu erwerben und an Interessenten weiter zu veräußern. Dies kann auch einen Anreiz darstellen, auf die Neuausweisung von Baugebieten auf der grünen Fläche zu verzichten, wodurch sich Kosten beispielsweise für Erschließungsmaßnahmen oder durch eine bessere Auslastung der vorhandenen Infrastruktur einsparen lassen und einer weiteren Zersiedlung der Landschaft vorgebeugt wird.

Die Förderrichtlinien des Landkreises zur Innenentwicklung sehen, so heißt es weiter, einen Zuschuss von 50 Prozent der anfallenden Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 45.000 Euro für den Ankauf von entsprechenden Flächen und den Rückbau der darauf befindlichen Gebäude vor. Weiterhin sind Aufwendungen für Planungsleistungen mit bis zu 5000 Euro förderungsfähig.

Gelungenes Beispiel in Rasdorf

Pro Kommune und Jahr solle immer nur ein Projekt bezuschusst werden. In begründeten Fällen seien Ausnahmen hiervon jedoch möglich, wenn für das laufende Haushaltsjahr bereitgestellte Fördermittel noch zur Verfügung stehen. Ein gelungenes Beispiel aus dem Vorjahr ist ein Projekt in Rasdorf. Dabei handelt es sich um eine 3400 Quadratmeter große Fläche, die von der Gemeinde wurde, um in diesem Bereich eine geordnete Entwicklung zu ermöglichen.

Auf dem inzwischen leer geräumten Areal sollen drei bis vier Baugrundstücke für Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus entstehen. Die Kosten für Ankauf und Abbruch beliefen sich auf 180.000 Euro. Hierfür hat die Gemeinde eine Zuwendung von 45.000 Euro erhalten.

Weitere geförderte Projekte gab es beispielsweise in Wüstensachsen, wo vier Baugrundstücke ausgewiesen wurden, und in Batten. Dort konnten durch den Ankauf eines Nachbargebäudes die Voraussetzungen zur Modernisierung des Dorfgemeinschaftshauses geschaffen werden. In 2020 geht es unter anderem um seniorengerechte Wohnungen in Kalbach. / FZ

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