Fotos: Daniela Petersen

„Seine Hände waren blutverschmiert“: Polizisten schildern im Messer-Mordprozess Tatort-Situation

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/Künzell - Etliche Polizisten sind am Dienstag als Zeugen beim Mordprozess am Landgericht Fulda vernommen worden. Angeklagt ist ein 55-jähriger Mann, der im Juni 2019 seine Ehefrau getötet haben soll. In den Vernehmungen war die Rede von Eifersucht und Eheproblemen. Außerdem schilderten die Beamten die Situation, die sie am Tatort vorfanden.

Die Familie lebte in einem kleinen Haus in Künzell. „Der Vermieter hat die Familie als höflich und freundlich beschrieben“, fügt die 37-jährige Beamtin an. Nach außen hin sei der Angeklagte stets ruhig aufgetreten. Auch bei der Verhandlung wirkt er so. Dass er innerlich aufgebracht ist, merkt man, als er zwei seiner Kinder, die beiden ältesten, anspricht und fragt, wo die übrigen Kinder seien.

Einige der sechs Kinder treten als Nebenkläger auf. Die beiden ältesten, 21 und 23 Jahre alt, waren am Dienstag bei der Verhandlung. Als ihr Vater sie ansprach und fragte, wo die anderen Kinder seien, ließen sie über ihre Anwälte erklären, dass sie keinen Gesprächskontakt wünschen. Bei der Verhandlung sucht der 55-Jährige manchmal Augenkontakt zu seinen Kindern, meistens schaut er aber nach unten.

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