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Wie sich Weidetierhalter vor Wölfen schützen sollen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Zum Schutz von Weidetierhaltern gegen Wolfsangriffe empfehlen die Behörden: Schutzzäune sollten lückenlos sein, am Boden abschließen und täglich auf Schwachstellen kontrolliert werden. Elektrozäune sollten nie ohne Strom betrieben werden, um zu verhindern, dass Wölfe dadurch lernen, sie zu überwinden.

Unterschieden wird zwischen festinstallierten Weidezäunen und mobilen Draht- und Netzzäunen. Feste Weidezäune sollten zwischen 1,20 und 1,40 Meter hoch sein und einen fest verspannten Bodenabschluss haben, der unter Strom gesetzt werden kann. Dies dient dazu, dass der Wolf sich nicht unter der Barriere durchgraben kann, wird in einer Broschüre erklärt, die die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung vertreibt.

Bei mobilen Netzzäunen wird eine Höhe zwischen 90 und 110 Zentimeter empfohlen. Dabei darf die unterste stromführende Litze nicht mehr als 20 Zentimeter vom Boden entfernt sein – als Untergrabschutz. Es muss gewährleistet sein, dass der Zaun mindestens 2000 Volt Strom führt und eine Entladeenergie von mindestens einem Joule aufweist.

Das Umweltministerium in Hessen unterstützt Weidetierhalter finanziell mit einer Flächenprämie von 31 Euro pro Hektar. 500.000 Euro werden zur Prävention jährlich bereitgestellt. Bisher wurden etwa 250.000 Euro an 240 Schaf- und Ziegenhalter ausgezahlt.

Kommt es trotz ordnungsgemäßer Zäune zu Rissen, können Entschädigungen beantragt werden. Bisher seien 2500 Euro ausgezahlt worden, wie das Ministerium auf Anfrage berichtete. / dpa

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