Fotos: Alina Hoßfeld

Wie sicher ist Fulda? – Befragung der Bürger geplant

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Sicherheit hat in Fulda für Polizei und Stadt eine große Bedeutung. Doch die tatsächliche und gefühlte Sicherheit der Bürger ist unterschiedlich. Mit einem Fragebogen zum Sicherheitsgefühl in Fulda sollen daher passgenaue Lösungsansätze für Fulda gefunden werden. Der Fragebogen wurde am Mittwochabend bei der 1. Sicherheitskonferenz im Rahmen des Projekts KOMPASS vorgestellt.

Seit Juni 2019 ist die Stadt Fulda Teil der hessischen KOMPASS-Familie. Ziel ist die enge Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Polizei und Kommunen. Dabei sollen die Sicherheitsbedürfnisse, insbesondere die Sorgen und Ängste der Bevölkerung, analysiert und ein passgenaues Lösungsangebot entwickelt werden.

18.000 Straftaten in Osthessen

Polizeipräsident Günther Voß machte auf die aktuelle Sicherheitslage in Fulda aufmerksam. So habe es 370.000 Straftaten in Hessen, darunter 18.000 in Osthessen und 5500 in Fulda gegeben. „Wir haben eine Aufklärungsrate von 67,7 Prozent – jeder zweite Straftäter muss damit rechnen, erwischt zu werden“, erklärte Voß. Objektiv gesehen sei Fulda eine sichere Region.

„Es fühlen sich nicht alle Bürger sicher“

„Hessen und Fulda sind sicher, das belegen Zahlen und Fakten. Aber es fühlen sich nicht alle Bürger sicher – die tatsächliche und gefühlte Sicherheit ist unterschiedlich“, erklärte Bürgermeister Dag Wehner (CDU). An die gefühlte Sicherheit setze das Projekt KOMPASS an.

Ramona Gärtner, KOMPASS-Beauftragte der Stadt, Rosmarie Welke, KOMPASS-Beauftragte der Polizei, und Alfred Hau, Leiter der Polizeistation Fulda, zeigten die Maßnahmen, die bereits zur Sicherheit der Bürger getan werden.

Nacht-, Fahrradstreifen und Videoschutzanlagen

So gebe es eine gemeinsame Stadtwache, Konzept-, Nacht- und Fahrradstreifen und die Videoschutzanlage unter anderem am Bahnhofsvorplatz. „Durch die Videoschutzanlage konnten die Straftaten bereits um 10 bis 15 Prozent gesenkt werden“, erklärte Ramona Gärtner.

Bürgerbefragung geplant

Hau verglich KOMPASS mit einem Auto. „Wir haben aktuelle Sicherheitsstandards in unserer Ausstattung. Jetzt soll die Zusatzausstattung dazu kommen und das, was gewünscht wird, soll durch eine Bürgerbefragung herausgefunden werden“.

Insgesamt 3620 Bürger werden kommende Woche per Post angeschrieben und erhalten Zugangsdaten für den Onlinefragebogen. Die Bürger wurden per Zufallsprinzip ausgewählt. Die Kriterien: mindestens 14 Jahre alt und Wohnsitz in Fulda.

Fragebogen mit fünf Teilen

Insgesamt fünf Teile umfasst der Fragebogen – unter anderem geht es um Angaben zur Person, persönliche Erfahrungen mit Straftaten oder das persönliche Sicherheitsgefühl. Nach der Auswertung der Fragebögen durch die Justus-Liebig-Universität in Gießen sollen passgenaue Maßnahmen entworfen und auf einer zweiten Sicherheitskonferenz vorgestellt werden.

Für Fragen oder Informationen stehen Rosmarie Welke und Ramona Gärtner unter kompass@fulda.de oder unter Telefon (0661) 1021320 zur Verfügung. / hoß

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