Fotos: Hanna Wiehe

Sonderangebot bei Edeka in Künzell: Aschekreuz to go

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Künzell - Die Fastenzeit beginnt für Katholiken normalerweise mit einem Gottesdienst, bei dem ihnen das traditionelle Aschekreuz als Zeichen der beginnenden Zeit der Buße auf die Stirn gemalt wird. Die Pfarrgemeinden St. Antonius Künzell, St. Pius Fulda und Maria-Hilf Bachrain hatten darüber hinaus in diesem Jahr einen ungewöhnlichen Ort dafür gewählt: Den Edeka-Markt in Künzell.

„Für uns als Pfarrgemeinde ist das auch etwas Neues“, betonte Pfarrer Rudolf Liebig (St. Antonius und St. Pius) in seiner Begrüßung. Kurz vor 16 Uhr, als die Aktion begann, hatten sich im Foyer des Marktes bereits eigens dafür Besucher versammelt. Unter ihnen waren auch Hannelore und Peter Assmann. „Wir sind heute extra aus Gersfeld gekommen“, betonten die beiden Senioren. Beide lassen sich das Aschekreuz jedes Jahr geben, wie sie erzählen: „Ohne geht es nicht.“

17-Jähriger hatte die Idee

„Wir machen das heute bewusst in dieser Form“, erklärte Pfarrer Liebig, der gemeinsam mit Pfarrer Jürgen Klein (Maria-Hilf Bachrain) das Aschekreuz zeichnete: „Wir gehen hinaus zu den Menschen, das ist uns wichtig“, sagte er und sprach die Besucher direkt an: „Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen.“

Da auch Laien das Aschekreuz spenden können, hatten die beiden Pfarrer Unterstützung von Barbara Falk vom Pfarrgemeinderat St. Pius und Toni Roth (St. Antonius).

Die Idee für die ungewöhnliche Aktion hatte Benedict Heil. Der 17-Jährige engagiert sich im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit von St. Antonius. „Ich habe überlegt, was man Neues tun kann“, berichtete er. Und da viele Menschen nicht mehr in die Kirche kämen, müsse man eben zu ihnen gehen.

Vor allem für Berufstätige

„Wir möchten damit vor allem Menschen ansprechen, die zu den Gottesdienstzeiten beruflich oder familiär gebunden sind“, sagte der Pfarrgemeinderatssprecher von St. Antonius, John Pachen. Kirche müsse zu den Menschen kommen. Den Edeka-Markt habe man gewählt, weil er „mittendrin“ zwischen den Pfarreien sei und diese sozusagen verbinde. Pachen war positiv überrascht vom Andrang im Markt: „Es bestätigt aber auch unser Vorhaben.“

Anderthalb Stunden sollte die Aktion dauern – um 18 Uhr war dann Gottesdienst.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die siebenwöchige Fastenzeit bis Ostern. In der katholischen Kirche werden an diesem Tag traditionell die Palmzweige des Vorjahres verbrannt. Aus der gesegneten Asche zeichnen Priester den Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn, um sie an ihre Vergänglichkeit erinnern und zur Umkehr aufrufen. Dazu werden die Worte gesprochen „Gedenke Mensch, dass Du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“.

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