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Sonniges Osterwochenende steht vor der Tür: Hinweise der Polizei

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die letzten Wochen haben gezeigt: Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Hessen ist sich ihrer Verantwortung in der momentanen Situation bewusst. Das Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, ist weiterhin Gemeinschaftsaufgabe. Daher beantwortet die Polizei vor dem Osterwochenende die wichtigsten Fragen.

Ostern in der Öffentlichkeit

Das seit 23. März bestehende Kontaktverbot gilt bis zum 19. April und damit über das Osterwochenende. Das bedeutet, Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen außerhalb des eigenen Hausstandes in der Öffentlichkeit sind auch an Ostern nicht erlaubt und werden aufgelöst. Wird dies nicht befolgt, werden Bußgelder verhängt. Bei der Begegnung mit anderen Personen in der Öffentlichkeit ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Verhaltensweisen, die das Abstandsgebot zu gefährden, sind unabhängig von der Personenzahl untersagt. Darunter fallen beispielsweise das Grillen, Feiern oder Picknicken in öffentlichen Parks. Die Polizei versucht dennoch mit Augenmaß auf die unterschiedlichen Situationen zu reagieren.

Es ist beispielsweise nichts gegen eine kurze Ostereiersuche mit den Kindern an einer kaum von Menschen frequentierten Stelle auszusetzen, sofern die geltenden Vorgaben und der nötige Abstand zu anderen Menschen eingehalten werden kann. Sind das Verstecken und die Eiersuche hingegen ein großangelegtes und langes Unterfangen in einem kleinen Park, wo sich ohnehin schon recht viele Menschen auf engem Raum aufhalten, so wird die Polizei oder das Ordnungsamt dies schnell unterbinden.

Appell zu Ostern: Auf private Reisen und Besuche verzichten

Viele der Fragen, die sich in diesen Tagen an die Polizei richten, drehen sich darum, was an Ostern im Privaten erlaubt ist. Grundsätzlich gilt in Hessen derzeit die allgemeine Vorgabe, den Kontakt zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren. Auch wenn Feiertage im Kreis der Verwandtschaft bevorstehen würden und der Verzicht darauf bei dem herrlichen Wetter zusätzlich schwerfallen dürfte, sind an dieser Stelle alle gefragt.

Damit die momentanen Einschränkungen alsbald zu einem Ende kommen können, lautet der Appell der Polizei zu Ostern, auf private Reisen und Besuche, auch von Verwandten, möglichst zu verzichten. Ein jeder trägt Verantwortung für seine Mitmenschen, für die Angehörigen der eigenen Familie umso mehr.

Die Polizei schreitet nach Hinweisen auf größere Zusammenkünfte im privaten Bereich ein, wenn erkennbar gegen die Vorgabe, den Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts zu reduzieren, verstoßen wird. Dabei können Zusammenkünfte im Rahmen der Gefahrenabwehr aufgelöst oder durch das zuständige Gesundheitsamt verboten werden. Verstöße gegen Einzelverfügungen des Gesundheitsamts sind sogar strafbar.

Verstärkte Motorradkontrollen

Private Motorradausflüge sind derzeit in Hessen nicht verboten. Grundsätzlich kann man einen Beifahrer mitnehmen, ohne eine Strafe befürchten zu müssen. Sobald die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer von ihrem Motorrad absteigen – etwa an einer Tankstelle oder auf einem Parkplatz – müssen sie sich jedoch an die Abstandsregeln halten.

In Osthessen ist die Polizei mit Beginn der Motorradsaison bereits verstärkt im Einsatz und wird auch am Osterwochenende auf beliebten Routen, wie beispielsweise in der Rhön oder rund um den Hoherodskopf, kontrollieren und auf die Verkehrssicherheit der Maschinen achten. / akh

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