Auf spannender Entdeckungsreise: Theaterworkshop für junge Leute mit Multitalent Dominik Breuer

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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fulda - Eine vorbildliche Investition in die Zukunft: Beim dritten, rundum erfolgreichen Theaterworkshop im Schlosstheater unternahmen gut 200 junge Leute aus heimischen Schulen eine „spannende Entdeckungsreise zu sich und zur Schauspielkunst“.

Von unserem Mitarbeiter Christoph A. Brandner

Die von Workshopleiter Dominik Breuer immer wieder leidenschaftlich propagierte „Rückkehr zur Natürlichkeit“ erprobten bis heute Mädchen und Jungen von Theaterarbeitsgemeinschaften und Kursen „Darstellendes Spiel“ des Marianums, der Marienschule, der Winfriedschule, der Rabanus-Maurus-Schule, der Konrad-Adenauer-Schule, der Ferdinand-Braun-Schule (alle Fulda), des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums Schlüchtern und der Lichtbergschule Eiterfeld.

Während beim Workshop im vergangenen Jahr über 80 junge Leute unter dem Motto „Bewegung und Ausdruck“ Basiskenntnisse der darstellenden Kunst erworben hatten, wollten in diesem Jahr elf Gruppen mit weit über 200 Schülerinnen und Schülern teilnehmen. Allerdings konnten aus Kapazitätsgründen „nur“ elf Gruppen mitmachen, die auf zwei Kurse verteilt wurden: vom 14. bis 17. September und vom 28. September bis zum heutigen Freitag, 2. Oktober. Die Kosten übernahm erneut der Verein „Theater Kultur Freunde + Förderer Schlosstheater Fulda“. Dessen Hauptanliegen ist es, das Theater in der Gesellschaft zu verankern und junge Leute früh für die Welt der Bühne zu begeistern. Was offensichtlich gelingt, denn auch die Bilanz der dritten Veranstaltung fiel sehr positiv aus: bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei den Verantwortlichen.

Bewusstsein entwickeln für alles, was man tut

Großes Lob für die jungen Leute formulierte Dominik Breuer, Schauspieler, Regisseur, Sprecher, Bühnenautor, Dozent für Schauspiel, Bewegung und Bühnenkampf sowie Leiter verschiedener theatraler Jugend- und Sozialprojekte. 2011 gründete er mit ehemaligen Kollegen das Brachland-Ensemble. Breuers zentrales Anliegen: Bewusstsein entwickeln für alles, was man tut. Schauspiel sei reines Handeln. Auf ihren Entdeckungsreisen seien die jungen Leute sehr wach und sehr neugierig. Im übrigen lerne er selbst viel, denn eine Fülle der Ideen in den Workshop nutze er für eigene Projekte.

Vor zwei Jahren hatte Jan Föller (17) vom Schlüchterner Hutten-Gymnasium am ersten Workshop teilgenommen: „Das, was ich damals gelernt habe, nämlich den Körper bewusster einzusetzen, das hat sich bei mir eingebrannt.“ Mitschülerin Katharina Heil (18) ist auch zum zweiten Mal dabei: „Man lernt, sehr viel über den Körper auszudrücken und aufeinander zu reagieren, also die Ideen anderer aufzugreifen.“

„Jeder Euro bestens angelegt“

Ihre Theater-AG profitiere außerordentlich von den Workshops, betonte Angelika Kiwitz, Studienrätin für Musik und Deutsch am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium. Alles, was die jungen Leute im Schlosstheater lernten, könne ihre AG wunderbar für eigene Inszenierungen nutzen. Deshalb sollten die Kurse unbedingt fortgesetzt werden, die im übrigen sehr viel zur Persönlichkeitsbildung der Schüler beitrügen. Herzlich dankte Kiwitz dem Förderverein, ohne den die Workshops nicht möglich wären.

Zweiter Vorsitzender Christoph Ofenstein freute sich darüber, mit welcher Begeisterung und mit welch großem Engagement die jungen Leute bei der Sache seien. „Da ist jeder Euro bestens angelegt als Investition in die Zukunft des Theaters“, sagte Ofenstein und versprach eine weitere finanzielle Unterstützung.

Beeindruckt von der Euphorie der Schülerinnen und Schüler ist Theaterleiterin Angelika Lieder. Diese Begeisterung werde die Arbeit der Theatergruppen beflügeln. Auch der dritte Workshop sei ein Riesenerfolg: „Es hat sich herumgesprochen, welch gute Arbeit hier geleistet wird. Deshalb war die Nachfrage derart groß.“ Breuer schaffe es immer wieder, die jungen Leute von Anfang an zu faszinieren und ihre Konzentration zu fördern.

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