Produzent Peter Scholz, Sascha Kurth, Johanna Zett und Komponist Dennis Martin bei einer ersten Pressekonferenz im Februar. / Archivfoto: Bernd-Loskant

Spotlight: Noch keine Entscheidung zu „Robin Hood“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Immer mehr Kultur-Veranstaltungen werden wegen der Corona-Krise abgesagt. Unklar ist derzeit aber noch, ob die Uraufführung des Musicals „Robin Hood“ mit der Musik von Chris de Burgh im Sommer in Fulda über die Bühne gehen kann.

„Wir können noch keine Entscheidung verkünden“, sagte Komponist Dennis Martin von der Produktionsfirma Spotlight. Die Musical-Macher wollen laut Plan von Mitte Juni an eigentlich rund 120 Aufführungen im Schlosstheater anbieten. Doch dies erscheint derzeit wegen der Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken, eher unwahrscheinlich. Um das Infektionsrisiko einzuschränken, sind die Theater seit Wochen geschlossen. Wann das Kulturleben wieder erwacht, ist unklar.

Absage ist ein mögliches Szenario

Dennis Martin, der bei Spotlight zusammen mit Chris de Burgh die Musik beisteuerte, sagte: „Es könnte sein, dass wir Anfang nächster Woche mehr wissen.“ Eine Absage sei derzeit eines der Szenarien, mit dem man sich beschäftigen müsse. Spotlight stehe dazu im intensiven Austausch mit der Stadt. „Wir können es derzeit auch nicht allein entscheiden. Die öffentliche Hand muss sich äußern und mitteilen, was künftig in Deutschland erlaubt sein wird und was nicht.“

Keine existenziellen Problemen

Spotlight stehen im Fall einer Saison-Absage nicht vor existenziellen Problemen. „Wir sind zwar ein freier Kulturträger, der vor allem von Ticketverkäufen lebt. Wir bekommen nicht solche Fördergelder wie andere Theaterfestivals. Aber selbst wenn die Saison nicht wie geplant stattfindet, stehen wir nicht vor der Pleite“, sagte Martin, der auf die besondere Bedeutung des Musical-Sommers für den städtischen Tourismus, sowie für Hotels und Gastronomie hinwies.

Am Dienstag hatten die Bad Hersfelder Festspiele ihre Entscheidung bekanntgegeben, die Saison (26. Juni bis 23. August) abzusagen. / dpa

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