Foto: Klinikum Fulda

Staatssekretär Dr. Dippel übergibt Förderbescheid „Interkulturelle Öffnung der Frauenklinik am Klinikum Fulda“

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Am 13. Juli überreichte der Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel, einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 18.387 Euro zu einem auf drei Jahre angelegten Gemeinschaftsprojekt „Interkulturelle Öffnung der Frauenklinik am Klinikum Fulda“.

Das Projekt soll in einen Verfahrensvorschlag münden, der anderen Kliniken im Land bei der interkulturellen Öffnung helfen soll. Sie lesen nachfolgend eine Pressemitteilung des Klinikums Fulda im Wortlaut:

Eingebettet ins Klinikum Fulda, dem leistungsstarken Krankenhaus der Maximalversorgung, begleitet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Frauen von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins hohe Lebensalter: Schwangerschaftsbetreuung, Geburtshilfe und kompetente kinderärztliche Betreuung machen die Klinik zur wichtigsten Anlaufstelle für Patientinnen in Osthessen. Die Zuwanderung in die Region stellt die Ärztinnen und Ärzte und die Pflegekräfte im Krankenhausalltag vor neue Herausforderungen: Ungewohnte, kulturell bedingte Verhaltensweisen der Patientinnen und Patienten und auch der Angehörigen, erfordern neue patientengerechte Vorgehensweisen „Neuzugewanderten Patientinnen und Patienten ist oft nicht bewusst, was sie von einem Krankenhaus erwarten können und was nicht, oder welche Regeln auf den Stationen gelten“, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Hawighorst, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Fulda. Gleichzeitig kann das Klinikpersonal noch besser auf die kulturelle Vielfalt vorbereitet werden. Relevanten Informationen über kulturelle Besonderheiten und Gemeinsamkeiten sind nicht vorhanden, so dass unnötige Irritationen auftreten. Diese sorgen für Unsicherheiten und können zu Konflikten führen. Besonders im sensiblen Kontext der Frauenklinik, die einen besonderen Zugang zu den Menschen darstellt, wird deutlich, dass neue Wege der gegenseitigen Informationsvermittlung gefunden werden müssen. Die komplexen Abläufe im Klinikalltag können dadurch erleichtert, Spannungen verringert, das vorhandene Überlastungsgefühl reduziert werden damit auch weiterhin eine gute Medizin und Betreuung der Patientinnen gewährleisten werden kann. Die Deutsche Familienstiftung, die sich im Rahmen des vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HSMI) geförderten Projekts ausführlich mit der Situation der zugewanderten Bevölkerung, insbesondere den werdenden Eltern, auseinandersetzt, wird zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um Priv.-Doz. Dr. Thomas Hawighorst an der Optimierung der Betreuung von Frauen und werdenden Eltern in der „Schlüsselklinik“ auch für Familien mit ausländischen Wurzeln arbeiten. „Die Schwerpunkte des Projektes sind definiert,“ so André Eydt, Vorstand Administration: „der Aufbau und die Etablierung einer Fachstelle „Interkulturelle Öffnung“ sowie relevantem Wissensmanagement, Durchführung einer Ist- und Bedarfsanalyse zur Definierung von Handlungsoptionen, Entwicklung und Übersetzung relevanter Informationsmaterialien und mehrsprachiger Informationsveranstaltungen, ein Qualitätsmanagement mit Reflexion bestehender Qualitätskriterien sowie der Austausch mit relevanten Netzwerken und Vertretern betroffener Ethnien.“ Zielgruppen des Projektes sind daher Patienten sowie junge Familien mit und ohne Migrationshintergrund und deren Angehörige. Ebenso Pflege- und medizinisches Personal der gynäkologischen Abteilung und des Geburts- und Perinatalzentrums sowie ehrenamtliche Aktive in der Flüchtlingsarbeit, die mit schwangeren Paaren und jungen Familien arbeiten.

„Mit Priv.-Doz. Dr. Thomas Hawighorst und seinem Vorgänger, Prof. Dr. Ludwig Spätling als 1. Vorsitzender der Familienstiftung, ist eine kompetente Leitung gewährleistet und die besten Voraussetzungen für ein Gelingen des Projektes geschaffen“, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher des Klinikums Fulda. / Fz

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