Leerer Theatersaal
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Die Stadt Fulda will die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Zwangspause im Spielbetrieb des Fuldaer Schlosstheaters als Chance begreifen, um nötige und sicherheitsrelevante Baumaßnahmen im Schlosstheater durchzuführen.

Die Krise als Chance begreifen

Stadt nutzt Spielpause für Investitionen ins Schlosstheater

Die Stadt Fulda will die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Zwangspause im Spielbetrieb des Fuldaer Schlosstheaters als Chance begreifen, um in den kommenden Monaten nötige und sicherheitsrelevante Baumaßnahmen im Schlosstheater durchzuführen. 

Fulda -  „So kann es uns gelingen, in der anhaltenden Pandemie unserer Verantwortung für den Gesundheitsschutz gerecht zu werden und zugleich die Voraussetzungen für einen lebendigen Kulturbetrieb nach der Krise zu schaffen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Gleichzeitig arbeite man mit viel Kreativität daran, dem Fuldaer Publikum auch während der Zeit der Theaterschließung interessante Möglichkeiten für kulturelle Erlebnisse zu bieten. 

Das Baudezernat ist derzeit mit Hochdruck dabei, um kurzfristig diverse Einzelmaßnahmen im Schlosstheater auf den Weg zu bringen, die vor allem im Zusammenhang mit der Optimierung des Brandschutzes in der Spielstätte stehen, erläuterte Stadtbaurat Daniel Schreiner. Da die dafür nötigen umfangreichen Bauarbeiten vor allem im Theatersaal selbst sowie im Foyer vorgenommen werden müssen, wäre dafür ohnehin eine längere Spielzeitunterbrechung nötig gewesen – wie sie sich jetzt angesichts der Corona-Pandemie zwangsläufig abzeichnet. 

Das Programm für die Theatersaison 2020/21, das bereits fertig in der Schublade lag, kann in weiten Teilen in die Saison 2021/22 übertragen werden, „sodass wir trotz einiger unvermeidbarer Veränderungen das hohe künstlerische Niveau halten können“, ergänzte Christoph Stibor, der Leiter der Theater- und Konzertdirektion. Zudem sei die Konzertsaison 2020/21 von der Spielpause nur teilweise betroffen, da der Fürstensaal als Hauptveranstaltungsort – natürlich unter den Maßgaben der Landesregierung für solche Veranstaltungen – weiter genutzt werden könne. Die jeweiligen Konzerte werde man jedoch immer erst kurzfristig bekanntgeben können, wenn klar sei, ob und unter welchen Umständen sie stattfinden können, erklärte Stibor.

Zugleich bedankten sich Stibor und Wingenfeld bei den vielen Ticketinhabern, die nach der vorzeitigen Beendigung der Saison 2019/2020 auf eine Rückerstattung verzichtet beziehungsweise den Erstattungsbetrag dem Förderverein Theater Kultur des Schlosstheaters gespendet haben: „Das erleichtert einen fairen Umgang mit unseren Vertragspartnern und zeugt von großer Empathie mit den Künstlern, die fast alle von Existenzsorgen geplagt sind“, so Stibor.  

Hinweise für Abonnenten und Konzertbesucher

Da es in der Saison 2020/21 voraussichtlich keine Schauspiel-, Musiktheater- und Tanztheater-Vorstellungen im Schlosstheater geben wird, setzen die Theaterabonnements für gesamte Saison aus und laufen automatisch weiter, sobald der Spielbetrieb wieder regulär startet. Die Kündigungsfrist endet darum nicht am 31. Mai 2020 sondern erst am 31. Mai 2021, sodass für Bestandskunden aktuell kein Handlungsbedarf besteht. Gebühren fallen nicht an.

Auch die Konzertabonnements werden auf diese Weise eingefroren, da es permanent neue Entwicklungen gibt, was den Infektionsschutz angeht. Konzerttickets können also ausschließlich im jeweils erst kurz vor der Veranstaltung freigeschalteten Freiverkauf mit entsprechender Platzwahl erworben werden. Zur Vermeidung von Warteschlangen erfolgt der Verkauf von Tickets ausschließlich online oder telefonisch (Zusendung gegen Rechnung). Die genauen Konzert- und Ticketverkaufstermine werden stets rechtzeitig bekanntgegeben. Bei allen Buchungen ist das Schlosstheater verpflichtet, Kontaktdaten zur Rückverfolgung von Infektionsketten zu erheben.

mal

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