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Stammzellenspender gesucht: Typisierungsaktion in Hilders für kranke Nomi

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hilders - Die Vorbereitungen für die große Typisierungsaktion am Sonntag für die kleine Nomi laufen auf Hochtouren. Das zehn Wochen alte Mädchen leidet an einem Immundefekt und kann nur überleben, wenn ein passender Stammzellenspender für sie gefunden wird.

100 ehrenamtliche Helfer werden am Sonntag in Hilders im Einsatz sein. Ein Team aus Familienangehörigen und Freunden hat die Aktion, die von 11 bis 16 Uhr im Sportlerheim Hilders stattfinden wird, organisiert. Nomi und ihre Eltern, die nicht mit Namen in der Zeitung stehen möchten, leben seit kurzem im nordhessischen Vellmar. Nomis Vater stammt allerdings aus Hilders, wo er aufgewachsen ist.

In dem Rhönort und in umliegenden Ortschaften sind laut einer Mitteilung der DKMS Schulen, Kindergärten, Vereine, Firmen, Gemeinden, Feuerwehr und Polizei über die Typisierungsaktion informiert worden. „Die Resonanz ist überwältigend. Alle wollen Nomi und ihrer Familie helfen“, schreibt die DKMS in einer Mitteilung. Wildfremde Menschen hätten sich bei dem Organisationsteam gemeldet und ihre Unterstützung angeboten.

Nomis Eltern sagen: „Es ist kaum zu fassen. Wir erfahren Hilfe von allen Seiten. Aus einer ersten Anfrage bei der DKMS ist eine Bewegung geworden, die viele Ecken Deutschlands erreicht hat. Mittlerweile sind fünf Aktionen geplant. Nie hätten wir mit einer solchen Resonanz gerechnet.“ Die Hilfsbereitschaft gebe ihnen viel Kraft und Zuversicht.

Nomi ist das erste Kind für ihre Eltern. Schon kurz nach der Geburt wurde bei ihr ein Immundefekt diagnostiziert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann nur eine Stammzellspende sie retten.

Die DKMS teilt Zahlen für unsere Region mit: Demnach sind 28 116 Bürger aus dem Landkreis Fulda bei der DKMS registriert. 333 von ihnen haben bereits Stammzellen gespendet. / jev

Termin: Die Typisierungsaktion findet am Sonntag, 22. Dezember, von 11 bis 16 Uhr im Sportlerheim des TSV Hilders statt. Laut DKMS kann jeder, der gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen.

Es wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Für das leibliche Wohl ist am Sonntag unter anderem mit einem Food Truck gesorgt.

Für die Registrierung eines jeden neuen Spenders entstehen der DKMS Kosten, unter anderem für Labor, Material, Logistik und Personal, in Höhe von 35 Euro. Deshalb freut sich das Team am Sonntag über jede Spende.

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