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Strandbereich und Gastro-Terrasse? Die Aue und die Fulda sollen erlebbar werden

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die Stadt Fulda hat viel vor im Zuge der Landesgartenschau 2023. Besonders im Blick der Planer: die Aue und die Aueweiher. Bei Naturschützern stoßen nicht alle Vorschläge auf Gegenliebe. Heiß diskutiert: der Strand.

Von unserem Redaktionsmitglied Eike Zenner

Die Stadt setzt auf Information und Austausch: Dienstag fand der erste öffentliche Informationsabend zur Landesgartenschau statt. Im Fokus: das Thema Wasser. Und das Interesse war groß. Etwa 100 Interessierte waren gekommen – darunter viele Naturschützer.

Aue als „grüne Wirbelsäule“

Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) und der Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, Marcus Schlag, informierten gemeinsam mit Vertretern der beauftragten Fachbüros über den Stand der Planungen. Der erste Info-Abend – weitere sollen folgen – zeigte vor allem eines ganz deutlich: Die Stadt hat 2023 viel vor. Und gerade die Fulda-Aue als „grüne Wirbelsäule der Stadt“ soll aufgewertet werden.

Ziel: Zugänge zum Wasser

„Wir wollen mehr Zugänge zum Wasser schaffen, und die Fulda und die Stadt besser verzahnen“, erklärte Schreiner. Die Fulda und die Aue sollen für die Fuldaer (und die Besucher) besser erlebbar werden. Natürlich gelte es, Fragen der Naherholung mit solchen des Naturschutzes abzuwägen. Hierbei sehen sich die beteiligten Planer aber auf einem guten Weg.

Schreiner: Zustand ist besorgniserregend

Im Zuge der Landesgartenschau will die Stadt vor allem die notwendige Sanierung der beiden Aueweiher angehen. „Der Zustand ist besorgniserregend“, betonte Schreiner. Das Ziel: weniger Algen, mehr Wasserpflanzen und klareres Wasser. Über eine Rohrleitung soll – so ist es geplant – Wasser abgepumpt und gereinigt werden. Das gefilterte Wasser soll dann wieder eingeleitet werden. So könnte die Wasserqualität verbessert werden.

Die Planer wollen dafür die beiden Aueweiher miteinander verbinden. Dazu müssten in den derzeitigen Uferbereichen Bäume gefällt werden. Es würde aber – darauf wiesen die Planer hin – eine Art Insel neu entstehen, auf der Tiere und Pflanzen besonders geschützt wären.

Kontroverse um Strand

Unter den Zuhörern waren am Dienstag besonders viele Vertreter von Naturschutzbeirat und -verbänden. Vor allem ein Thema rief Kontroversen hervor: der Strand. Die Stadt will – das ist bereits seit längerem bekannt – am Südufer des Weihers einen Strandbereich schaffen. Das soll den Naherholungs- und Freizeitwert erhöhen. Und auch das Baden und Plantschen (oder gar Schwimmen) soll in dem Bereich möglich sein. Die Planungen sehen vor, dass die Wasserqualität im Bereich des Strandes am höchsten ist, weil dort besonders viel aufbereitetes Wasser eingeleitet wird.

Konflikte „sortieren“

Der Strand dürfte aber – darauf wiesen die Naturschützer hin – unter anderem Auswirkungen auf die Brutbereiche des Eisvogels haben. Die Planer wissen darum. Sie wollen „die Konflikte sortieren“. Das heißt: Im nördlichen und südlichen Bereich sollen neue Angebote für den Menschen geschaffen werden – neben dem Strand zum Beispiel ein großes Holzdeck oder eine Terrasse mit Gastronomie. Im westlichen und östlichen Bereich dagegen hat der Naturschutz Vorrang.

Was die Stadt rund um das Thema Wasser im Zuge der Landesgartenschau noch vor hat, das lesen Sie am Donnerstag in einem ausführlicheren Bericht in der gedruckten Ausgabe der Fuldaer und Hünfelder Zeitung sowie im E-Paper.

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