Die Investoren Sebastian Wess (links) und Patrick Bohl (rechts) sowie Bürgermeister Dieter Kolb freuen sich, dass die Pläne für das Gugge-Areal bald konkret werden. / Foto: Daniela Petersen

Suche nach Ausgleichsfläche verzögerte Bau am Gugge-Areal – nun kann es losgehen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Eichenzell - Am Gugge-Areal in der Fuldaer Straße in Eichenzell rollt demnächst die Abrissbirne an. Auf dem rund 1300 Quadratmeter großen Platz soll ein Mix aus Geschäften, Restaurant und Wohnungen entstehen. Vor Kurzem ist ein wichtiger Schritt getan worden, sodass es jetzt losgehen kann.

Von unserem Redaktionsmitglied Daniela Petersen

Das Projekt schien ein wenig ins Stocken geraten zu sein: Schon im September 2018 stellten die Eichenzeller Investoren Sebastian Wess und Patrick Bohl ihre Pläne für das Gugge-Areal vor.

Die beiden hatten sich mit ihrer Idee, dort Gewerbe, Gastronomie und Wohnungen anzusiedeln, in einem Investorenwettbewerb durchgesetzt und die Fläche von der Gemeinde erworben. 2019 wurde der Kanal verlegt. Mehr konnte jedoch noch nicht umgesetzt werden.

Das hat einen Grund: Das Grundstück liegt zum Teil im Überschwemmungsgebiet an der Fulda. Um die Fläche bebauen und im vollen Umfang nutzen zu können, muss eine Ausgleichsfläche gefunden werden, wo das Wasser versickern kann. Dazu hatte sich die Gemeinde vor dem Verkauf verpflichtet.

14.900 Quadratmeter große Fläche

Diese Fläche wurde nun im Bereich des Bauhofs, südwestlich der Rhönbahnstrecke, gefunden und angekauft. 14.900 Quadratmeter ist sie groß. In den nächsten Wochen soll Erdreich abgetragen werden, um das Areal als Überschwemmungsgebiet nutzen zu können.

„Es hat ein bisschen gedauert, weil wir erst eine geeignete Fläche finden mussten, dazu waren umfangreiche Berechnungen nötig. Das Grundstück gehörte dem Bund, mit dem wir erst noch in Preisverhandlungen waren. Außerdem mussten die Bedenkenträger gefragt werden und die Gremien tagen, um den Ankauf zu beschließen“, erklärt Bürgermeister Dieter Kolb (parteilos).

Abrissgenehmigung liegt vor

Mit Verzögerungen hatte Sebastian Wess schon gerechnet: „Aber jetzt hat es sich doch in die Länge gezogen. Wir haben die Zeit genutzt, um den Kanal zu bauen und Anträge zu stellen. Es ist gut, dass es jetzt losgehen kann“, sagt er.

Die Abrissgenehmigung für die Scheune und das Wohnhaus würden schon vorliegen. „In den nächsten vier bis sechs Wochen sollen die Gebäude abgerissen werden, um Platz für den Neubau zu schaffen. Geplant sind etwa zehn Wohneinheiten, eine Tiefgarage und Platz für Geschäfte und Gastronomie.

Gastro-Bereich vorgesehen

Patrick Bohl ist seit Jahren als Caterer in dem Bereich tätig. „Wir könnten uns eine Weinbar mit Bistro vorstellen und ein Restaurant“, sagt Bohl. Im Entwurf, der von Schmitt Roggel Architekten erstellt wurde, ist ein Gastro-Bereich mit einer Größe von 170 Quadratmetern vorgesehen, ein Drittel für Bar und Bistro, zwei Drittel für ein Restaurant mit Terrasse.

„Die Bar könnte die ganze Woche über geöffnet haben und ein Ort sein, wo man ein Feierabendbier trinkt“, sagt Wess. Wie groß die Gewerbeflächen sein werden, steht noch nicht fest. „Die Größen liegen zwischen 150 und 400 Quadratmeter. Aber das ergibt sich jetzt bei den weiteren Planungen.“

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