Ab Donnerstag ist das Museumsdorf in Tann wieder geöffnet.
+
Ab Donnerstag ist das Museumsdorf in Tann wieder geöffnet.

Eingeschränkte Öffnungszeiten

Tann in der Rhön: Eine Stadt mit vier Museen

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
    schließen

Insgesamt vier Museen hat die Stadt Tann: Das Museumsdorf, das Naturmuseum, das „Steinreich“ und das Stadttor. Sie öffnen am Donnerstag wieder ihre Tore.

Tann - Im Mittelpunkt für die meisten Besucher steht das Museumsdorf. Dort wird dem Besucher gezeigt, wie man in der Vergangenheit in der Rhön gelebt hat. Es sind drei landwirtschaftliche Gehöfte zu sehen: ein Dreiseithof, ein Zweiseithof und ein Hüttneranwesen. Außerdem gibt es ein altes Backhaus. Durch Bild- und Texttafeln bekommt der Besucher Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Räumlichkeiten.

Gleich in der Nachbarschaft ist das Naturmuseum. Auf drei Etagen verteilen sich die Exponate. Im Untergeschoss sind Tiere in Originalgröße ausgestellt, die es in der Eiszeit in der Rhön gegeben hat: ein Elch, Wisente, Auerochsen oder Rentiere. Ein echter Hingucker für Kinder.

Museen in Tann: Naturmuseum für Familien ein idealer Ort

Überhaupt ist das Naturmuseum für Familien ein idealer Ort, um Landschaft und Tiere der Rhön kennenzulernen – auch wenn sie nicht lebendig sind, sondern ausgestopft, erklärt der Leiter der Tanner tourist-Info, Michael Zörgiebel. In 26 Dioramen – das sind Schaukästen, in denen Landschaften mit Tieren vor einem bemalten Hintergrund dargestellt sind – bietet sich den Besuchern ein beeindruckendes Bild. Zu sehen sind Wölfe, Birkhühner, Störche, Dachse, Hirsche, Luchse, Biber, die verschiedenen Greifvögel der Region oder Bären.

In Dioramen sind Tiere ausgestellt, unter anderem Wölfe.

In der dritten Etage ist die Dr.- Sunkel-Ausstellung untergebracht. Der ehemalige Tanner Lehrer war ein begeisterter Ornithologe. Die Witwe hat die Exponate dem Museum hinterlassen. Ein Beobachtungsstand ist nachgestellt, und natürlich werden alle Vögel aus der Region vorgestellt. Im dritten Stock sind auch Live-Bilder von brütenden Dohlen in der benachbarten Kirche zu sehen. Auch dies komme vor allem bei Kindern gut an, sagt Zörgiebel.

Museen in Tann: Im Stadttor wird Tanner Geschichte gezeigt

Im großen Ausstellungsraum des Museums sind aktuell Plakate zum Thema Kalter Krieg zu sehen. Tann lag bis zur Wiedervereinigung nur wenige Kilometer von der innerdeutschen Grenze entfernt. In normalen Zeiten gehört auch die Grenzinformationsstelle zu den touristischen Angeboten der Stadt. Dort sind viele Exponate ausgestellt, die an die unmenschliche innerdeutsche Grenze erinnern. Doch aufgrund der Corona-Pandemie ist noch nicht klar, wann diese Ausstellung, die sich in der Rhönhalle befindet, öffnet, sagt Zörgiebel.

Auch das stadtbildprägende Stadttor gehört zu den musealen Angeboten. In dem zwischen 1554 und 1563 errichteten Stadttor kann die Tanner Stadtgeschichte nachvollzogen werden. Ein Teil des Turmes diente lange Zeit als Wache, zeitweise war das Gebäude auch Gefängnis.

Eingeschränkte Öffnungszeiten für Museen in Tann

Schließlich gibt es noch eine Fossilienausstellung im sogenannten „Steinreich“ zu sehen. Diese kleine Ausstellungshalle ist direkt neben dem Naturmuseum beheimatet und wird auch morgen geöffnet.

Vorerst ist aufgrund der Corona-Einschränkungen nur an Feiertagen und von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Wenn viele Besucher kommen, können die Zeiten ausgeweitet werden, sagt Zörgiebel.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema