Im Wildpark in Gersfeld sind zwei Tarpan-Wildpferde eingezogen. Hier: Mit Wildparkleiter Dieter Kircher.
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Verstehen sich schon gut: Wildparkleiter Dieter Kircher und Pferd Bella.

Bella und Mia

Neu im Wildpark Gersfeld: Bald kommt noch eine Tarpan-Stute mit Fohlen

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Der Wildpark Gersfeld hat eine neue Attraktion: Zwei Tarpan-Wildpferde sind in ein Gehege nahe des Eingangsbereichs eingezogen. Bald soll noch eine Stute mit einem Fohlen dazukommen.

  • Neueste Attraktion im Wildpark Gersfeld sind zwei Tarpan-Wildpferde.
  • Bald sollen noch eine Stute und ein Fohlen dazukommen.
  • Der Wildpark in Gersfeld beherbergt circa 150 Tiere.

Die beiden einjährigen Stuten Bella und Mia haben sich schon gut eingelebt. Waren sie anfangs noch etwas ängstlich und vorsichtig, so hat sich dies schnell geändert. Als der Leiter des Wildparks, Dieter Kircher, zusammen mit Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) zum Fototermin ins Gehege kommen, galoppieren sie sofort auf die beiden zu.

Wildpark Gersfeld: Immer auf der Suche nach neuen Tierarten

„Wir sind immer auf der Suche nach neuen Tierarten“, sagt Kircher. „Und Wildpferde haben schon immer auf unserer Liste gestanden.“ Dies sei auch ein Wunsch von Kirchers Vorgänger Hermann Bleuel gewesen, der in den vergangenen Jahren Fischotter, Wildkatzen und Wisente in den Wildpark gebracht habe.

Bürgermeister Steffen Korell freut sich über die neue Attraktion im Wildpark Gersfeld.

Wildpferde vom Edersee

Jetzt hat sich die Gelegenheit ergeben, Tarpan-Wildpferde zu bekommen, erklärt Kircher. Denn die deutschen Wildparks tauschen sich ständig aus. Und da kam das Angebot vom Edersee. „Wir haben schnell zugegriffen, auch weil der Weg nach Gersfeld nicht so weit ist.“

Die beiden Stuten werden nicht lange allein bleiben. Denn schon bald wird eine weitere Stute mit ihrem Fohlen erwartet. „Gerade das kleine Wildpferd wird bestimmt eine Attraktion für die Besucher“, ist sich Bürgermeister Steffen Korell sicher, der die Neuankömmlinge auch auf seinen Kanälen in den Sozialen Medien präsentiert.

Rasse eigentlich ausgestorben

Die Tarpan-Wildpferde, die in Osteuropa, und dort im Ural beheimatet waren, sind Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestorben. Die Rasse ist dann nachgezüchtet worden und heute in Tierparks beheimatet. Das Besondere ist der schwarze Streifen am Rücken. Sie werden bis zu 1,35 Meter groß und können 35 Jahre alt werden.

In den Wildpark in Gersfeld sind zwei Tarpan-Wildpferde eingezogen.

Mia und Bella haben ein Gehege gleich hinter dem Eingangsbereich bekommen, wo zuvor die Mufflons untergebracht waren. Die Wildschafe sind jetzt in ein anderes Gehege umgezogen, weil der Wiesenbereich ideal für die Wildpferde sei, sagt Kircher.

Bei einem Visite im Wildpark können die Besucher jetzt auch sehen, was aus den Tierbabys geworden ist, die im Frühjahr geboren worden sind. So hatten beispielsweise die Wildschweine und die Mufflons während der Corona-bedingten Schließungsphase Nachwuchs bekommen.

Trotz Corona: Rekord-Besucherzahlen im Wildpark

Der Wildpark verzeichnet indes derzeit Rekord-Besucherzahlen. „Wir sind sehr zufrieden“, freuen sich Kircher und Korell. Bislang waren es jährlich rund 60.000, die in den Ehrengrund gekommen sind. In diesem Jahr sollten es trotz der einmonatigen coronabedingten Schließung ab Mitte März noch mehr werden.

Die Tiere sind zutraulich - zumindest, wenn es Leckerlies gibt.

Wird bald auch ein Luchs einziehen?

Kircher und Korell haben schon weitere Ideen, um den Wildpark weiter aufzuwerten: Ein Luchs wäre eine tolle Ergänzung. „Das sind eindrucksvolle Tiere“, sagt Kircher. Er hat sogar schon einen Platz ausgemacht, der ideal wäre. Mal sehen, sagt er. Jetzt sollen sich die Besucher erst mal an den Tarpan-Wildpferden erfreuen.

Wildpark Gersfeld

Der ganzjährig geöffnete Wildpark Gersfeld umfasst eine Fläche von rund 50 Hektar. Auf dem weitläufigen Areal leben etwa 150 Tiere aus ungefähr 25 Arten. Zu sehen sind hauptsächlich europäische Wildtierarten wie Rehe, Hirsche, Mufflons, Wildkatzen, Wisente, Fischotter, Uhus, Schleiereulen, Ziegen, Waschbären oder Füchse. In der Anlage gibt es einen Kinderspielplatz und ein Gastronomie-Angebot. 

Lesen Sie hier: Einem 58-jährigen Wächtersbacher wird vorgeworfen, sein Fohlen vernachlässigt zu haben. Die Amtsärztin stellte vor Ort fest, dass das Halfter im Bereich des Nasenrückens bereits rund ein Zentimeter bis auf den Knochen in den Hautbereich eingedrungen war.

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