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Tolle Aktion gegen das Coronavirus! 780 Flaschen Holundermuttersaft als Geschenk für Senioren

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die Beerenobstgemeinschaft möchte in Zeiten der Corona-Krise ein Zeichen der Solidarität setzen und verteilt daher kostenlos Holundermuttersaft an Senioreneinrichtungen in der Region. 130 Kisten mit insgesamt 780 Flaschen im Wert von 3500 Euro werden verteilt.

Von unserem Redaktionsmitglied Alina Hoßfeld

„Wir haben uns spontan am vergangenen Wochenende für die Aktion entschieden und sie bewusst an Altenheime gerichtet“, erzählt Christoph Jestädt, Mitglied der Beerenobstgemeinschaft. Zum einen wolle man mit der Aktion den Älteren einen Schutz bieten, da der Holundermuttersaft (hochwertige Direktsaft aus der ersten Pressung einer Frucht) durch seinen Vitamin-C- und Eisengehalt entzündungshemmend wirke und ein bekanntes Hausmittel für das Immunsystem sei.

„Zum anderen möchten wir ein Zeichen der Solidarität in diesen besonderen Zeiten setzen. Wir möchten der Region etwas Gutes tun und etwas zurückgeben. Es ist ein Dankeschön an alle, die unsere Produkte kaufen. Aber auch ein Zeichen, dass die Region zusammensteht und wir an die Risikogruppe des Coronavirus denken und ihnen helfen“, fügt er an.

Eine Flasche reicht für acht Tage

Bereits am Montag wurden die ersten Flaschen beim Deutschen Roten Kreuz und den Barmherzigen Schwestern verteilt. Am Dienstag wurden das Josefsheim und Antonius beliefert. „Damit sind 660 Flaschen bereits weg. Die restlichen 120 Flaschen werden an ein Pflegeheim in Fulda gehen. Bis jetzt waren die Reaktionen alle positiv“, sagt Jestädt.

Eine Flasche Holundermuttersaft enthalte ein Kilogramm Bio-Holunderbeeren aus der Region. „Bereits 50 bis 100 Milliliter am Tag reichen, um das Immunsystem zu stärken. Die meisten der Bewohner kennen den Holundermuttersaft noch von früher als gutes Hausmittel gegen Erkältung und haben diesen vielleicht schon selber einmal hergestellt“, sagt Jestädt. Eine Flasche reiche für acht Tage.

150 Bewohner – 150 Flaschen

Annegret Müller, Pflegedienstleitung im Josefsheim, freut sich über die Spende: „Die Freude ist sehr groß. Wir haben 150 Bewohner, die ihr Immunsystem mit dem Holundermuttersaft stärken können und genau 150 Flaschen erhalten – da kann jeder eine bekommen.“

Hintergrund

Holunder kann im eigenen Garten angebaut werden. Schwarzer Holunder kann als Strauch oder kleiner Baum wachsen und wird bis zu sieben Meter hoch. Die Blüten sind reif für die Ernte, wenn sie süßlichen Duft verströmen. Blüten sollten an einem trockenen und sonnigen Tag am Vormittag entfernt werden.

Die Dolden sollten als Ganzes abgeschnitten und in einen Korb gelegt werden, ohne sie zu zerdrücken. Im Frühjahr sollte man der Pflanze etwas Kompost geben, der über der Erde um den Stamm verteilt wird. Man sollte ihn nicht mit Grabegabeln einarbeiten, da der Holunder flache Wurzeln hat. Diese werden sonst verletzt.

Wer Fragen, Anregungen oder Bedarf an Holundermuttersaft hat, kann sich bei der Beerenobstgemeinschaft per E-Mail an info@beerenobst-rv.de melden.

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