Fulda: Auf einem Feldweg bei Poppenhausen-Sieblos wurden die Meerschweinchen entsorgt.
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Auf einem Feldweg bei Poppenhausen-Sieblos wurden die Meerschweinchen entsorgt. Einige von ihnen konnten noch lebend eingefangen werden.

Polizei ermittelt

Tote Meerschweinchen: PETA will „Suche nach Tierquäler“ unterstützen - 1000 Euro für Hinweise

  • Selina Eckstein
    VonSelina Eckstein
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PETA hat sich nach dem Fund von mehr als 70 Meerschweinchen in Poppenhausen-Sieblos eingeschaltet. Die Tierrechtsorganisation bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise.

Poppenhausen - Nach dem grausamen Fund von mehr als 70 Meerschweinchen vor einer Maschinenhalle in Poppenhausen-Sieblos im Kreis Fulda hat sich nun die Tierrechtsorganisation PETA zu Wort gemeldet. Unbekannte hatten die Meerschweinchen weggeworfen. Ein Großteil von ihnen war bereits tot.

„Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zu seiner Verurteilung führen“, schreibt die Tierrechtsorganisation in einer Pressemitteilung. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail unter whistleblower@peta.de bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

Tote Meerschweinchen: PETA bietet Belohnung für Hinweise nach „Tierquäler“

„Es ist erschreckend, wie viele Tiere ausgesetzt und damit sich selbst überlassen werden“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Der herzlose Meerschweinchenhalter ist für den Tod von 65 Lebewesen verantwortlich. Er hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und ein Tierheim oder einen Tierschutzverein um Hilfe bitten müssen. Sein Handel ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden. Ohne den aufmerksamen Finder wären auch die neun überlebenden Vierbeiner vermutlich in Kürze gestorben.“

Die Tierrechtsorganisation PETA weise darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greife auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

Zweiter tragischer Fall von weggeworfenen Tieren im Kreis Fulda

Die überlebenden Meerschweinchen wurden mittlerweile in die Obhut des Tierheims Fulda-Hünfeld übergeben. Das Polizeipräsidium Osthessen ermittelt und bittet unter 0661-1050 um sachdienliche Hinweise zu der Tat. Es ist nicht der einzige Fall um weggeworfene Tiere im Kreis Fulda in der vergangenen Woche. Bereits am vergangenen Donnerstag, 5. August, hatten Tierschützer eine zugeknotete Plastiktüte gefunden, in der fünf Katzen in einen Teppich eingewickelt waren. Fünf von ihnen sind mittlerweile tot, nur eins überlebte.

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