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Tourist-Information in Fulda wird umgebaut und zieht ab Februar um

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Tourismus in Fulda boomt: Die Übernachtungszahlen haben sich seit der Eröffnung des Esperanto 2005 mehr als verdoppelt. Jetzt muss auch die Tourist-Info diesem Wachstum Rechnung tragen. Sie wird ab Februar aufwendig umgebaut.

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kircher

Im Jahr 2018 wurden mehr als 660.000 Übernachtungen in der Stadt Fulda registriert. Im Jubiläumsjahr 2019 werden es vermutlich ein bisschen mehr gewesen sein – die genauen Zahlen liegen noch nicht vor. Sicher ist aber: Fulda kratzt an der 700.000er-Marke. Zum Vergleich: Im Jahr 2005, als das Esperanto gerade neu eröffnet wurde, waren es nur rund 300 000 Übernachtungen.

„Allerdings ist das Platzangebot in der Tourist-Info nicht mitgewachsen, sodass den Besuchern kein zeitgemäßes und angemessenes räumliches Angebot für den Aufenthalt gemacht werden kann“, erklärt Johannes Heller von der Magistratspressestelle. „Kurz gesagt: Die Tourist-Info ist zu klein geworden für den Besucheransturm.“ Das Vergrößern soll nun nachgeholt werden.

Container als Interims-Tourist-Info

Ab Februar wird die Tourist-Info, die sich im historischen Palais Buttlar am Bonifatiusplatz befindet, ausgebaut. „Die neue Tourist-Info wird sich durch die Einbeziehung des bisherigen Café-Bereichs sowie durch zusätzliche Büroflächen im ersten Obergeschoss deutlich vergrößern“, führt Heller aus. Es werde sowohl entsprechende Beratungsplätze als auch Selbstbediener-Plätze und einen Aufenthaltsbereich für die Besucher geben. Auf Bildschirmen könnten sich die Besucher zudem über die aktuellen Angebote in der Stadt informieren.

Wegen der Bauarbeiten muss das Team der Tourist-Info umziehen. Dafür wird laut Heller ein Container im Bereich zwischen dem Bonifatiusdenkmal und der Mauer zur Palais-Terrasse stehen. Die Auswirkungen auf das Parkplatzangebot auf dem Bonifatiusplatz sollen dabei „möglichst gering gehalten werden“. Allerdings soll der Container gleichzeitig so aufgestellt werden, „dass auch noch genügend Platz für den Treffpunkt zu den Stadtführungen angeboten werden kann“, betont Heller.

Sozialamt zieht aus

Die Rohbauarbeiten sollen bis in den Sommer hinein andauern. „Dann folgen bis etwa zum Jahreswechsel 2020/21 Estrich-, Trockenbau- und Installationsarbeiten, bevor sich der Innenausbau, Schreinerarbeiten und die Haustechnik-Feininstallation anschließen“, erklärt der Sprecher. Pünktlich zum Hessentag im Mai 2021 soll die neue Tourist-Info eröffnet werden.

Der Umbau des Palais – Heller spricht von einem „großen Eingriff in die Gebäudestruktur“ – hat auch Auswirkungen auf andere städtische Einrichtungen, die dort untergebracht sind. So werde das Sozialamt „in zwei Schritten vom Palais Buttlar ins Behördenhaus am Schlossgarten umziehen und dort dauerhaft seinen neuen Standort erhalten“.

Kosten von 1,5 Millionen Euro

Durch den Auszug des Sozialamts wiederum würden im Palais Buttlar Räumlichkeiten frei, „die künftig zum einen von der Tourist-Information und zum anderen vom Jugendamt genutzt werden“, sagt Heller. Und auch das Stadtarchiv könnte von frei werdenden Räumen profitieren.

Insgesamt nimmt die Stadt für den Umbau rund 1,5 Millionen Euro in die Hand, kann aber auf Fördermittel aus dem Landesprogramm „Aktive Kernbereiche“ hoffen. Ein gastronomisches Angebot – 2019 stand ein Food-Truck auf der Terrasse – werde während der Umbauphase nicht möglich sein, aber sei potenziell nach der Eröffnung der neuen Tourist-Info möglich.

Auch der Geldautomat der Sparkasse im Palais Buttlar kann währenddessen nicht benutzt werden. Nach Angaben der Bank wird der Automat bereits am Freitag abgebaut. Nach Abschluss der Maßnahmen soll aber wieder ein Geldautomat dort installiert werden.

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