Übervolle Messehallen wie 2019 soll es bei der trend-messe 2022 nicht mehr geben.
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Übervolle Messehallen wie 2019 soll es bei der trend-messe 2022 nicht mehr geben.

Corona-Konzept

trend-messe 2022: So will der neue Veranstalter Gedränge und Schlangen vermeiden

  • Volker Nies
    VonVolker Nies
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Die trend-messe 2022 wird ganz anders aussehen als ihre Vorgänger. Davon sind die neuen Organisatoren Henning und Thilo Könicke überzeugt. Sie stellen die Messe mit dem bisherigen Messechef Peter Kinold auf die Beine.

Fulda - „Die Lust der Menschen auf Verbrauchermessen ist da und ungebrochen – bei den Besuchern ebenso wie den Ausstellern. Das ist gut. Damit die trend-messe im März 2022 aber tatsächlich stattfinden kann, haben wir noch einige Hausaufgaben zu erledigen“, sagt Henning Könicke (33). Er führte – gemeinsam mit seinem Cousin Thilo Könicke (40) – das Unternehmen K+K Messen in Nürnberg.

K+K ist der neue Veranstalter der trend-messe in Fulda, nachdem Peter Kinolds Messegesellschaft wegen der Ausfälle durch die Corona-Pandemie im Frühjahr 2019 in Insolvenz ging. Die trend-messe war im März 2019 die erste große Veranstaltung in Osthessen, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Als seine Gesellschaft insolvent ging, bat Kinold die Familie Könicke, die er schon lange kennt, darum, die Organisation der trend-messe 2022 zu übernehmen. Sie sagten sofort zu. „Regionalmessen machen wir sehr gern. Sie sind ein Steckenpferd für uns“, sagt Henning Könicke.

trend-messe 2022 in Fulda: Das sind die Ideen des neuen Veranstalters

Er arbeitet derzeit an einigen Neuerungen für die Messe 2022. „Dichtes Gedränge und Schlangen an den Kassen – das wird erst einmal gar nicht gut ankommen bei den Besuchern“, sagt Könicke. „Gedränge war früher an manchen Stellen sogar gewollt, um den Besucherstrom, der sich durch Hallen schiebt, etwas zu bremsen“, räumt der Geschäftsführer ein.

„Jetzt aber müssen wir den Menschen mehr Platz geben. Um die Bühnen muss es mehr Raum geben. Es geht darum, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.“ Schlangen an den Kassen will er vermeiden, indem die meisten Besucher ihre Eintrittskarte schon zuhause im Internet buchen. „Das wäre früher nur in geringem Umfang möglich gewesen. Da hat die Pandemie einige Gewohnheiten stark geändert.“

Die Corona-Pandemie werde auch das Ausstellungsprogramm ändern. „Das Handwerk bleibt natürlich entscheidend. Aber die Bereiche Naherholung und Tourismus, Outdoor, Caravans und Camping sind jetzt zum Pflichtprogramm geworden“, sagt Könicke.

trend-messe 2022 trotz Corona? Veranstalter sind zuversichtlich

Die Entwicklung der vergangenen Wochen mache ihm für die trend-messe 2022 Mut, sagt er. Im Juli habe die bayerische Landesregierung als Test-Messe die Trendset in München erlaubt, eine „Interiors Inspiration Lifestyle Fachmesse“. Dort habe es ein Besucherplus von 30 Prozent gegenüber 2020 gegeben.

„Bei der von uns organisierten Americana, einer Messe für Freizeit- und Westernreiter im September in Augsburg, haben wir sogar mehr Karten verkauft als 2017, also der Zeit vor Corona“, berichtet Könicke. „Wir werden in Fulda nicht gleich wieder die Besucherzahlen wie 2019 haben, aber wir kehren langsam zur Normalität zurück.“ Auch bei den Unternehmen gebe es schon rege Nachfragen. „80 bis 90 Prozent der Aussteller sind Stammkunden.“

Könickes und der frühere Messechef Kinold haben die Arbeit so aufgeteilt, dass Kinold als Berater wirkt und vor allem vor Ort in Fulda tätig ist. An Bord bei der Vorbereitung ist auch Kinolds früherer Projektleiterin Brigitte Schlottig. Sie ist bei K+K angestellt.

Könickes kümmern sich um die Grundlagen. „Das ist schwierig, weil sich die gesetzlichen Regeln ständig ändern – und dazu von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Aber mit diesem Problem stehen wir als Messebranche nicht allein da.“

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