Fotos: Benedikt Müller/SAT.1

Tricky in die Top Ten bei „The Taste“: Max von Bredow gibt Püree mit Perlen mehr Biss

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/München - Max von Bredow hat es bei der SAT.1-Kochshow unter die zehn besten Köche geschafft. In der am Mittwochabend ausgestrahlten Folge überzeugte der 31-Jährige beim Thema „Vier Jahrezeiten“ mit einem Löffel mit Rehrücken auf Kürbispüree, Pilzen, Perlzwiebeln und eingelegten Brombeeren.

Gastjuror war dieses Mal Christoph Rüffer, der im Hotel Vier Jahreszeiten im Restaurant Haerlin als Küchenchef kocht. „Schon seit 17 Jahren prägt er die Küche in einem der berühmtesten Restaurants Deutschlands“, sagte Moderatorin Christine Henning über den Zweisternekoch und zweifachen Koch des Jahres. Rüffer forderte, „Zutaten zusammenzubringen, die visuell und vor allem geschmacklich überzeugen“.

Das Team von Alexander Herrmann, zu dem auch Max von Bredow gehört, zog in der Sendung dann das Herbst-Los. Alexander Herrmann zeigte sich siegesgewiss: „Ich glaube, Max ist der typische Herbstkoch.“ Der gelernte Koch aus Osthessen griff in die Trickkiste. „Um dem zu flüssigen Kürbispüree etwas Biss zu geben, haben wir spontan Kürbisperlen ausgestochen und auf den Löffel gebracht“, erklärte der 31-jährige Esperanto-Bankettleiter.

„Das ist Erntedank“

„Ich habe es wieder genossen, in der Küche zu stehen. Ich bin stolz auf meinen Löffel. Mein Löffel wurde wieder geschickt – ich habe mein Ziel erreicht“, zeigte sich Max von Bredow gegenüber unserer Zeitung zufrieden – auch, weil Alexander Herrmann den Löffel des 31-Jährigen überschwänglich lobte: „Wenn das kein Herbst ist. Das ist Erntedankfest.“ Bei der Verkostung stimmte auch Christoph Rüffer ein: „Der Löffel ist sehr gefüllt. Das Thema ist absolut getroffen. Das Reh ist sehr gut gegart, ganz mild. Das ist alles schön.“

Beim Solokochen (Thema Frühling) kochte Max von Bredow dann Seeteufel in Verbene-Sud, dazu gebratenen Apfel, Spargel und Erbsen. „Ich sehe die Jahreszeit“, bewertete Maria Groß den Löffel von Max von Bredow. „Die Zwiebelsprossen bräuchte ich nicht. Für mich fehlt eine Frische, damit mein Kiefer etwas zu tun hat. Der Fisch lässt sich so wegdrücken. Ich möchte etwas, das mich spüren lässt, dass ich lebe und meinen Kiefer benutzen muss. Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau.“

„Ein Frühlingsbeet par excellence“

Alexander Herrmann lobte hingegen: „Mein Kiefer hat total gelebt. Dieser Löffel war einer der wenigen in den letzten Wochen, der die Säure perfekt vom ersten bis zum letzten Moment transportiert hat. Irgendetwas war gepickelt. Das ist ganz modern gemacht.“ Und Tim Raue meinte: „In der Nase ist ein ziemlich klassische Vinaigrette-Geruch. Das war ein Frühlingsbeet par excellence.“

Letztlich zog Max von Bredow ohne goldenen („bester Löffel“) und roten Stern („schlechtester Löffel“) bei „The Taste“ in die nächste Runde ein. Der Petersberger hat es somit in die Top Ten geschafft. / sar

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