Festredner Karl Schenk Graf von Stauffenberg (Zweiter von links) mit dem Landtagsabgeordneten Jürgen Lenders (von links), dem Kreisvorsitzenden Mario Klotzsche, der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Sibylle Herbert und Jürgen Plappert, Ortsverbandsvorsitzender von Künzell und Petersberg. / Foto: Hanna Wiehe

Über Demokratie und Freiheit: Stauffenbergs Enkel spricht bei Neujahrsempfang der FDP

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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fulda - Zu den Themen Demokratie und Freiheit hat Karl Schenk Graf von Stauffenberg gestern beim Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbands Fulda gesprochen. Stauffenberg ist der Vorsitzende der FDP Rhön-Grabfeld – und Enkel des berühmten Hitler-Attentäters.

Von unserem Redaktionsmitglied Hanna Wiehe

„Demokratie und Rechtsstaat – Garanten für ein Leben in Freiheit“ – so war der Festvortrag überschrieben. Ausgehend von der Definition des Begriffs Demokratie – der Schaffung einer möglichst gerechten Staatsform – erinnerte der Redner die Zuhörer im Kolpinghaus an demokratische Werte, die es zu schützen gelte: „Einer der wichtigsten ist im Artikel 1 unseres Grundgesetzes festgehalten: ,Die Würde des Menschen ist unantastbar‘.“ Inzwischen gebe es jedoch Parteien, die es mit der Würde „nicht so genau nehmen“, wie Stauffenberg sagte: die AfD und die Linke. Letztere sei ein Gegenkonzept zum radikalen Flügel der AfD. „Teile der Linken möchten den Rechtsstaat abschaffen, um eine Art DDR-Light einzuführen“, sagte er.

Seine Überlegungen führten ihn direkt zum zweiten zentralen Thema seines Vortrags: der Freiheit. Stauffenberg betonte, dass dies nicht nur bedeute, ein Recht auf eine eigene Meinung und auf freie Entfaltung als Individuum zu haben. Frei zu sein, bedeute auch, Verantwortung übernehmen zu müssen. „Dazu sind die Menschen nicht mehr bereit“, sagte Stauffenberg und betonte: „Wir müssen aufhören, uns berieseln zu lassen und zu glauben, dass jeder Mensch in seinem eigenen Mikrokosmos lebt und die Welt sich um ihn dreht.“ Stauffenbergs Appell: „Wir müssen es schaffen, die Gesellschaft aufzuwecken, damit jeder Verantwortung übernimmt.“

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe der Fuldaer Zeitung sowie im E-Paper.

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