Foto: Sebastian A. Reichert

Überschlag-Unfall auf B27 am Bronnzeller Kreisel: Wohl kein Zusammenhang mit Ölspur

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Nachdem sich ein 22-Jähriger aus Fulda am Donnerstagabend auf der B27 auf der Höhe des Bronnzeller Kreisels mit seinem Mini überschlagen hat, hat sich ein Leser aus Neuhof bei uns gemeldet und mitgeteilt, dass Schuld an diesem Totalschaden-Unfall „vermutlich eine riesige Ölspur“ gewesen sei. Wir haben daraufhin bei der Polizei und der Feuerwehr nachgefragt.

Polizeisprecher Stephan Müller bestätigte, dass eine Ölspur tatsächlich am Donnerstagnachmittag über die Notrufnummer 112 gemeldet worden sei. „Daraufhin ist eine Streife rausgefahren“, sagte er. Diese habe – wie gemeldet – eine Ölspur von der A66 kommend über den Bronnzeller Kreisel führend Richtung stadteinwärts festgestellt. Das sei aber keine durchgehende Spur gewesen. Müller sprach von einer „tröpfenweisen“ Verunreinigung der Straße.

Aquaplaning als Unfallursache?

Als Ursache für den Unfall scheidet die Ölverschmutzung damit aber wohl aus, denn der 22-jährige Mini-Fahrer war auf der B27 in Richtung Eichenzell fahrend unterwegs, als er mit seinem Wagen genau in Höhe der Bundesstraßen-Auffahrt am Bronnzeller Kreisel in die Leitplanken krachte und sich überschlug. Also nicht dort, wo eine Ölspur gemeldet und auch festgestellt worden war.

Zum Zeitpunkt des Unfalls regnete es. „Vermutlich kam es aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit in Verbindung mit Aquaplaning zu dem Unfall“, erklärte Polizeisprecher Müller. „Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass in der Ölspur die Unfallursache zu finden ist.“

Regen spülte Öl weg

Auch die Feuerwehr war unterdessen nach der Ölspurmeldung ausgerückt. „Es regnete stark. Der Regen hatte die Ölspur bereits weggespült, als die Einsatzkräfte dort am Nachmittag eintrafen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber unserer Zeitung. Maßnahmen, um das Öl zu binden und aufzunehmen, seien deshalb nicht mehr nötig gewesen, erklärte er.

Polizeisprecher Müller gab abschließend an, dass bei Ölspur-Sichtungen oftmals auch gar kein Öl ausgelaufen sei, sondern zum Beispiel Kühlwasser. „Das schimmert manchmal ähnlich.“ Bei dem Alleinunfall am Donnerstagabend war der Mini nach dem Überschlag komplett demoliert worden. Trotz des Totalschadens war der Fahrer glücklicherweise nur leicht verletzt worden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 7500 Euro. / sar

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