Der Blick aus dem ehemaligen Gastraum zur Theke. / Foto: Andreas Reus

Umbau der Ratsstuben zur Kita geht voran

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Salzschlirf - Einen Einblick in den Alltag der Kita Kurparkpiraten hat Leiterin Nicole Gömpel bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretersitzung gegeben. Im Anschluss stellte Planer Andreas Reus den Stand zum Ausbau der Ratsstuben vor.

Von unserem Redaktionsmitglied Marcus Lotz

Seit November werden die Kinder der Kindertagesstätte Kurparkpiraten im Gemeindezentrum betreut. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich dort ein Gruppenraum, ein Turnraum und das Leitungsbüro der Kita. Im Herbst sollen zwei Gruppenräume in der bis dahin umgebauten ehemaligen Ratsstube und der Bücherei bezogen werden.

„Wir werden im April mit insgesamt 24 Kindern voll belegt sein, davon 1 U-3-Kind und 23 Ü-3-Kinder, von denen 15 Ganztags- und 9 Vormittagskinder sind“, stellte Kita-Leiterin Gömpel zu Beginn ihrer Ausführungen fest. Durch das Erreichen der Kapazitätsgrenze habe Gömpel Eltern bereits Absagen erteilen müssen. Wie die Erzieherin außerdem festhielt, sind unter den Kindern insgesamt neun Sprachen vertreten. „Das stellt uns einerseits vor große Herausforderungen, bietet uns andererseits aber auch die große Chance, diese Familien zu integrieren – sowohl in der Kita als auch durch die Vernetzung der Familie im Ort.“

Kurparkpiraten können Grundschul-Turnhalle nutzen

Auch wenn sich die Kinder derzeit noch sprachlich nicht gut miteinander verständigen könnten, finde ein reger nonverbaler Austausch statt. „Alle finden gemeinsam ins Spiel und es ist schön, zu beobachten, was da in den letzten drei Monaten schon alles zusammengewachsen ist.“

Eine Kooperation mit der Grundschule ermöglicht es den Kurparkpiraten derzeit, die Turnhalle der Schule zu den Zeiten, zu denen diese nicht belegt ist, kostenfrei zu nutzen. „Die Kinder haben davon einen großen Mehrwert, da die Räumlichkeiten im Gemeindezentrum aktuell noch nicht mit Sprossenwand und anderen Turn-Elementen ausgestattet sind.“ Als Spielplatz nutzen die Kinder derzeit den Kurpark direkt gegenüber, außerdem stehen Entdeckungstouren durch Bad Salzschlirf auf dem Programm.

Auftragsvergabe wohl Ende Februar

Architekt Andreas Reus gab im Anschluss einen Überblick über den Ausbau der Ratsstuben. So sei aus dem ehemaligen Kühllager ein Vorratsraum gemacht worden, die Pächterräume wurden zu Verwaltungsräumen umfunktioniert. Wie Reus anmerkte, könne die ehemalige Gaststätte jederzeit wieder so umgebaut werden, dass wieder Gastronomie einziehen könnte.

Sobald der Umbau abgeschlossen ist und die Kurparkpiraten umziehen, wird der Saal des Gemeindezentrums wieder frei. „Dieser ist dann wieder für die Öffentlichkeit nutzbar, etwa für Veranstaltungen, ohne dass der Kita-Betrieb dadurch gestört wird“, so Reus. Zu den nächsten Schritten sagte der Architekt: „Ende Februar können wir wahrscheinlich die Aufträge vergeben.“

Wie Bürgermeister Matthias Kübel (CDU) erklärte, bewege man sich bei der Ausstattung der Kita „haarscharf über den Mindestvorgaben“. Zur Fördersituation gab Kübel bekannt, dass sich die Förderanträge für die Dachsanierung und die Heizung in der Endphase befinden.

Aufgeblendet

Bereits im September hatte der CDU-Gemeindevertreter Georg Betz die Namensgebung „Kurparkpiraten“ kritisiert, da es sich bei Piraten „grundsätzlich um Kriminelle“ handle. Diese Kritik griff Parteikollege Friedrich Meister, Vorsitzender der Gemeindevertretung, nun erneut auf: „Der Vater von Pippi Langstrumpf ist ein guter Pirat. Käpt‘n Hook ist ein böser Pirat. Der Name ,Kurparkpiraten‘ wird mittlerweile bestens angenommen. Es gibt sogar schon einen Geburtstagspiraten, der die Geburtstagskinder beehrt.“

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