Urlaub in Deutschland - Welche Corona-Regeln gelten in den einzelnen Bundesländern? Hier Touristen am Ostseestrand in Mecklenburg-Vorpommern.
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Urlaub in Deutschland - Welche Corona-Regeln gelten in den einzelnen Bundesländern? Hier Touristen am Ostseestrand in Mecklenburg-Vorpommern.

Das ist für Touristen möglich

Urlaub in Deutschland: Diese unterschiedlichen Corona-Regeln gelten in den Bundesländern

In allen Bundesländern in Deutschland haben die Sommerferien begonnen und auch im zweiten Corona-Sommer wollen viele Menschen lieber Urlaub in Deutschland als im Ausland machen. Doch in den Bundesländern gelten unterschiedliche Regeln.

Deutschland - Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Deutschland sind niedrig. Das freut vor allem jene, deren Sommerferien bereits begonnen haben oder demnächst starten. Denn Reisen im Land sind wieder möglich - mal mit mehr, mal mit weniger Auflagen. Ausnahmen gelten für Geimpfte und vom Corona-Virus genesene Menschen - Sie werden in den meisten Bundesländern mit negativ Getesteten gleichgesetzt.

Baden-Württemberg: Das Bundesland hat am 26. Juli seine Corona-Regelungen angepasst. Pensionen, Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze im Südwesten dürfen Gäste empfangen. Der Zugang ist ohne Test-, Impf- oder Genesenennachweis zulässig. Sollte die Inzidenz in einem Kreis 35 überschreiten, wird erneut ein Nachweis der Impfung oder Genesung verlangt, beziehungsweise ein maximal 24 Stunden altes Testergebnis fällig. Beherbergungsbetriebe dürfen Saunen, Bäder und Wellnessbereiche für ihre Übernachtungsgäste öffnen. Für diese gilt im Speziellen die CoronaVO Bäder und Saunen. Auch Restaurants und Cafés haben geöffnet. Bei Inzidenzen über 35 ist die Personenzahl beschränkt und es ist ein Impfnachweis, ein negativer Test oder eine Genesung erforderlich.

Urlaub in Deutschland: Diese Corona-Regeln gelten in den Bundesländern

Öffentliche Veranstaltungen wie Theateraufführungen oder Konzerte sind erlaubt. Befindet sich ein Landkreis in den Inzidenzstufen 2 bis 4 gilt im Freien bei mehr als 200 Personen die Maskenpflicht. Die Pflicht entfällt, wenn der Veranstalter die Sitzplätze zuweist und dadurch ein Abstand von 1,5 Metern gewährleistet ist. Bei der Inzidenzstufe 1 gilt im Freien bei mehr als 300 Personen die Maskenpflicht. Die Sitzplatzregelung greift auch hier. Eine generelle Maskenpflicht in geschlossenen Räumen bleibt bestehen.

Clubs und Diskotheken dürfen öffnen - allerdings nur auf der niedrigsten Inzidenzstufe.

Das Land hat vier Inzidenzstufen festgesetzt. Bei einer anhaltenden Inzidenz von unter 10 spricht man von Stufe 1. Stufe 2 (Inzidenz 10 bis 35) und Stufe 3 (35 bis 50) bringen erste Verschärfungen der Corona-Regeln mit sich. Die höchste Stufe 4 gilt, wenn die Inzidenz in einem Kreis fünf Tage hintereinander über 50 liegt. Derzeit liegt die Inzidenz im Land bei 14,0.

Bayern: Der Freistaat macht seit Wegfall der Bundesnotbremse alles von der Zahl 50 abhängig. Liegt die Inzidenz in einem Kreis darunter, ist in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Berghütten und Jugendherbergen ein Test bei der Ankunft notwendig. Für Geimpfte und Genesene entfällt dies allerdings. Über einer Inzidenz von 50 muss zudem alle 48 Stunden ein weiterer Test gemacht werden. Ebenfalls geöffnet sind etwa Seilbahnen und Schifffahrt, die Gastronomie sowie Saunen, Bäder und Freizeitparks. Auch Stadt- und Bergführungen sind möglich.

In der Gastronomie kann bei einer Inzidenz unter 50 der Außen- und Innenbereich bis 1 Uhr nachts geöffnet bleiben. Ein Test ist nicht erforderlich. Über 50 ist ein Test erforderlich, wenn Gäste aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen. Die Öffnung von Clubs und Diskotheken soll als Impfanreiz für die Bevölkerung dienen.

Die Inzidenz in Bayern liegt derzeit (Stand 4. August) bei 13,4.

Berlin: In der Hauptstadt sind Übernachtungen in Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen möglich. Gäste müssen lediglich ihre Personendaten zur Kontaktnachverfolgung angeben. Gäste müssen keinen negativen Corona-Test oder Impfnachweis vorlegen. In geschlossenen Räumlichkeiten gilt die Maskenpflicht. Wer sich in den Innenräumen von Kneipen und Restaurants bedienen lassen will, muss hingegen ein negatives Testergebnis (nicht älter als 24 Stunden) oder den Nachweis einer vollständigen Impfung vorlegen. Ausnahmen gelten für Hotelgäste, die im Hotelrestaurant speisen oder etwas trinken. Die Außengastronomie ist schon länger geöffnet, hier gibt es keine Testpflicht mehr.

Urlaub in Berlin und Brandenburg: Das ist in diesem Corona-Sommer möglich

Auch Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser dürfen mit Testpflicht und Hygienekonzept seit Juni öffnen. Etliche Museen und Gedenkstätten sind ebenfalls offen; es gibt wieder Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge. An Kulturveranstaltungen in Innenräumen dürfen beispielsweise höchstens 250 Personen teilnehmen - für einige, große Häuser sind bis zu 500 Personen zulässig.

Allerdings hat die Hauptstadt von allen Bundesländern derzeit die höchste Inzidenz: Sie liegt bei 29,5.

Brandenburg: Hotels und Ferienwohnungen sind für touristische Übernachtungen wieder offen - nötig ist ein negativer Corona-Test oder der Nachweis für Impfung oder Genesung. Die Testpflicht entfällt aber bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 20. In Brandenburg liegen derzeit alle Landkreise und kreisfreien Städte unterhalb dieses Wertes (Stand 2. August). Auch der Besuch von Gaststätten drinnen ist dann ohne Test möglich. In Diskotheken und Clubs gilt weiterhin grundsätzlich eine Testpflicht. Sexuelle Dienstleistungen sind erlaubt mit Test - die Maske muss aufbleiben, „solange die sexuelle Dienstleistung nicht erbracht wird“, wie es in der Verordnung des Landes heißt.

Touristen sollten derzeit in Brandenburg keine Schwierigkeiten haben, ihren Urlaub zu genießen. Als eines von vier Bundesländern ist die Inzidenz in Brandenburg einstellig und liegt bei 9,8.

Bremen: Der 2. August ist Stichtag für die Stadt an der Weser. Dann treten nämlich die neuen Corona-Regeln in Kraft. Weiterhin sind touristische Übernachtungen in Bremen erlaubt. Ein negatives Testergebnis ist nicht nötig. In Geschäften und auf den angrenzenden Parkplätzen müssen Besucher medizinische Gesichtsmasken tragen und auch im ÖPNV herrscht Maskenpflicht. Dank der Lockerungen können nicht nur Stadtführungen und Veranstaltungen wieder stattfinden, auch Kultureinrichtungen und Gastronomie haben geöffnet.

Clubs und Diskotheken dürfen dank der neuen Verordnung wieder öffnen, es gelten allerdings strenge Auflagen, die stark an die Inzidenz geknüpft sind. Viele Betreiber sehen wegen der unsicheren Situation daher von einer Öffnung ab.

Bei einer Inzidenz unter 50 gibt es bei Führungen oder Veranstaltungen unter freiem Himmel keine Testpflicht. Sobald Veranstaltungen in geschlossenen Räumen stattfinden, werden bei Inzidenzen über 35 sowohl ein negatives Testergebnis, als auch eine Maske benötigt.

In Bremen steigen seit Anfang Juli die Fallzahlen erneut an. Die Inzidenz liegt landesweit derzeit bei 25,2.

Diese Corona-Regeln gelten in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

Hamburg: Seit Juni können Touristen wieder in der Hansestadt übernachten. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen privat reisende Gäste empfangen. Voraussetzung sind auch hier die Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen und die Vorlage eines negativen Corona-Tests. Außengastronomie ist erlaubt, drinnen dürfen Gäste nur mit negativem Test sitzen. Unter den üblichen Hygieneauflagen sind auch Hafen- und Stadtrundfahrten zulässig, in offenen Fahrzeugen auch ohne Maske. Museen und Bibliotheken sind ebenso geöffnet wie zoologische und botanische Gärten, Theater, Opern und Kinos. Nur die Clubs bleiben vorerst geschlossen. Seit Freitag, 2. Juli, dürfen jedoch bis zu 250 Menschen im Freien tanzen, sofern sie getestet, geimpft oder genesen sind und eine Kontaktnachverfolgung möglich ist.

Touristen, die einen Trip in die Hansestadt planen, müssen die Inzidenz allerdings genauer im Blick behalten. Als einziges Bundesland liegt Hamburg wieder über der 30er-Marke und weist eine Inzidenz von 31,1 auf.

Hessen

Hotels, Ferienhäuser, Jugendherbergen und Campingplätze sind unter Auflagen geöffnet. Gäste müssen bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Diese Regel gilt nicht, wenn in der Unterkunft keine Gemeinschaftseinrichtungen betrieben werden. Restaurants, Cafés und Bars können mit Hygiene- und Abstandskonzept sowohl drinnen als auch draußen öffnen. Die Testpflicht zu den Innenräumen entfällt. In Innenräumen gilt für Personal und Gäste die Maskenpflicht bis zum Platz. Tanzen im Außenbereich von Diskotheken und Clubs ist unter Auflagen erlaubt. Unter anderem muss ein Negativnachweis vorliegen und eine Personenbegrenzung festgesetzt sein. Schwimmbäder sind mit Terminvereinbarung und Personenbegrenzung geöffnet. Auflagen gelten auch für Zoos, Museen und Freizeitparks. (Hier finden Sie die aktuellen Corona-Regeln für Hessen)

Die Inzidenz in Hessen stagniert seit Tagen, und hat sich bei 19,8 eingependelt.

Mecklenburg-Vorpommern: Das Urlaubsland im Nordosten hat seine Hotels, Pensionen und Campingplätze seit Anfang Juni auch wieder für Gäste aus anderen Bundesländern geöffnet. Sie müssen bei Anreise allerdings einen negativen Corona-Test vorlegen, vollständig geimpft oder genesen sein. Für die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen gilt diese Regelung ebenfalls.

Die lange verwaisten Ostseestrände füllen sich zu Beginn der Ferienzeit zusehends. Seit dem 11. Juni dürfen auch Tagesgäste wieder anreisen. Gaststätten sind seit Ende Mai geöffnet, allerdings müssen Besucher reservieren und ein gültiges, negatives Testergebnis vorweisen können. Zoos und Museen können wieder besucht werden, die Theater und die Klassik-Festspiele sind in die Sommersaison gestartet - mit Zuschauerlimits sowie Maskenpflicht.

Viele Gedanken um die Corona-Regelungen müssen sich Besucher von Mecklenburg-Vorpommern gerade allerdings nicht machen, denn die Inzidenz gilt mit 10,7 als ausgesprochen niedrig.

Niedersachsen: Das Bundesland verlässt sich - ähnlich wie Baden-Württemberg - auf ein vierstufiges Konzept, an welches sich die Landkreise halten müssen. Tourismus und Gastronomie sind in Niedersachsen mit einem Hygienekonzept ohne große Einschränkungen möglich. Plant man Übernachtungen in Hotels oder Jugendherbergen, ist für nicht Geimpfte und Genesene jedoch selbst bei einer Inzidenz bis 10 ein Test bei der Anreise notwendig. Übersteigt die Inzidenz den Wert 10, werden bei längeren Aufenthalten wieder zwei Tests pro Woche fällig. In der Gastronomie benötigt man keinen Test - solange die Inzidenz von 35 nicht überschritten wird. Ab da muss zumindest für die Bewirtung drinnen ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Zudem haben Restaurants dann nur bis 23 Uhr geöffnet.

Clubs und Diskotheken haben geöffnet, werden ab einer Inzidenz von über 35 jedoch wieder geschlossen. Zoologische und botanische Gärten und andere Freizeiteinrichtungen haben mit Hygienekonzept geöffnet. Der Besuch von Museen und anderen Kultureinrichtungen ist bis zu einer Inzidenz von zehn mit Hygienekonzept und Maske ohne weitere Einschränkungen möglich.

Wie in anderen Bundesländern hat sich die Lage in Niedersachsen in den Sommermonaten entspannt. Beinahe alle Landkreise liegen mit ihrer Inzidenz unter 35. Lediglich der Kreis Salzgitter weist eine höhere Inzidenz auf.

Gastronomie und Hotels - Diese Corona-Regeln gelten in den jeweiligen Bundesländern

Nordrhein-Westfalen: Das Bundesland hat sich ebenfalls an einem vierstufigen Konzept orientiert. Übernachtungen sind in NRW grundsätzlich möglich, allerdings ist stark von der Inzidenz abhängig, was für einen Aufenthalt in einem Hotel oder auf einem Campingplatz gefordert wird. Generell gilt: Auch wenn eine Region über einer Inzidenz von 50 (und damit der höchsten Stufe des Konzepts) liegt, sind Übernachtungen erlaubt. Allerdings nur, wenn die Gäste negative Schnelltests vorweisen.

Die Gastronomie ist in Nordrhein-Westfalen stark von der Landesinzidenz abhängig. liegt diese unter 35, ist in der Innengastronomie kein Testnachweis nötig. Voraussetzung dafür ist aber auch, dass im besuchten Landkreis die Inzidenz von 35 nicht überschritten wird. Ab einer Inzidenz von über 50 darf schließlich mit einem negativen Testergebnis nur noch die Außengastronomie genutzt werden. Clubs und Diskotheken haben wieder geöffnet, dies gilt allerdings nur in Gebieten bis zu einer Inzidenz von 35. Bei allen Konzeptstufen sind Kino-, Theater- und Opernbesuche möglich. Ab einer Inzidenz von 35 jedoch nur noch mit negativem Testnachweis.

Nordrhein-Westfalen zählt aktuell zu den fünf Bundesländern mit der höchsten Gesamtinzidenz.

Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz gibt es seit 2. Juli weitere Lockerungen. So müssen etwa Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie keine Masken mehr tragen, wenn sie tagesaktuell getestet sind. Gäste in Restaurants oder Cafés müssen drinnen nicht mehr vorher reservieren und müssen keinen Negativ-Test mehr vorweisen. Auf dem Weg zum Platz müssen Gäste eine Maske tragen, dürfen diese dann aber abnehmen.

Hotelgäste müssen einen negativen Testnachweis nur noch bei der Anreise, aber nicht mehr alle 48 Stunden vorweisen. Auch Konzerte, Sportevents und Volksfeste sind dann unter Auflagen wieder möglich - im Freien auf einem Festplatz oder einem Park ohne Sitzplätze mit bis zu 5000 getesteten, geimpften oder genesenen Zuschauern. Clubs und Diskotheken dürfen auch wieder unter Auflagen aufmachen, sie brauchen etwa entsprechende Lüftungsanlagen, maximal 350 Menschen sind gleichzeitig erlaubt. Zoos, Museen und Freibäder sind bereits seit einigen Wochen wieder geöffnet.

Freibäder und Badeseen müssen die Höchstzahl der Personen, die sich zeitgleich auf dem Gelände des jeweiligen Freibads oder Badesees aufhalten dürfen, auf die Hälfte der sonst dort üblichen Besucherhöchstzahl beschränken. Tierparks und Zoos sind ebenfalls geöffnet, allerdings gilt dort die verschärfte Maskenpflicht, wo Besucher keinen Abstand einhalten können. (Lesen Sie hier: Corona-Variante Delta: Was bedeutet sie für Kinder, Ungeimpfte und den Urlaub?)

Die Inzidenz beläuft sich in Rheinland-Pfalz aktuell auf 18,1.

Niedrige Inzidenzen in Sachsen und Thüringen - Urlaub ohne viele Einschränkungen

Saarland: Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und auf Campingplätzen zu touristischen Zwecken sind möglich. Hotelgäste benötigen einen negativen Coronatest nur beim erstmaligen Besuch des Hotels. In Hotels gilt in öffentlich zugänglichen Bereichen die Maskenpflicht.

In der Gastronomie gibt es keine Testpflicht für die Außengastronomie und auch die Maskenpflicht wurde in diesem Bereich aufgehoben. Im Innenbereich von Restaurants bleibt die Maskenpflicht abseits des Platzes allerdings erhalten - dies gilt auch für Diskotheken und Clubs. In Museen, Gedenkstätten und Galerien gilt keine Pflicht zur Kontaktnachverfolgung mehr.

Das Bundesland an der Grenze zu Luxemburg hat im Vergleich zu anderen Bundesländern derzeit einen hohen Inzidenzwert. Dieser liegt bei 25,8.

Sachsen: In Sachsen gelten die neuen Corona-Regeln bis zum 25. August. Diese beinhalten, dass Hotels und Ferien-Wohnungen bis zu einer Inzidenz von 100 Gäste übernachten lassen dürfen. Unterschreitet die Inzidenz 35 brauchen Gäste sogar keinen Corona-Test mehr bei der Anreise. Allerdings gilt die Testpflicht auch bei niedriger Inzidenz für die Innenbereiche von Diskotheken und Clubs. Zudem muss in geschlossenen Räumen von Einrichtungen und Läden ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Für die Gastronomie gilt: Liegt die Inzidenz unter 35 wird kein Test für den Besuch im Restaurant benötigt.

Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 35, ist die Öffnung von Diskotheken, Clubs und Musikclubs mit genehmigten Hygienekonzept und Kontakterfassung zulässig. Besucherinnen und Besucher müssen einen tagesaktuellen Test vorweisen. Aufsehen erregte Sachsen damit, als erstes Bundesland die Maskenpflicht beim Einkaufen abgeschafft zu haben. Inzwischen gilt diese jedoch wieder in großen Städten wie Leipzig.

Sachsen hat zusammen mit Thüringen und Sachsen-Anhalt die geringste Inzidenz im Bundesgebiet (5,9).

Sachsen-Anhalt: Mit einem negativen Testergebnis können Touristen auch in Sachsen-Anhalt in Hotels, Jugendherbergen und auf Campingplätzen übernachten. Können die allgemeinen Corona-Regeln eingehalten werden, sind Stadt- und Naturführungen sowie Rundfahrten sind mit höchstens 50 Teilnehmern gestattet. Auch historische Eisenbahnen und Seilbahnen dürfen Touristen nutzen, wenn der Mindestabstand eingehalten wird oder die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Restaurants und Cafés sind in Sachsen-Anhalt geöffnet, allerdings muss zum Besuch der Gaststätte ein negatives Corona-Testergebnis vorgewiesen werden. Verlassen Gäste ihren Platz, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Kulturelle Einrichtungen, wie Museen, Gedenkstätten und Autokinos sind von der Testpflicht ausgenommen. Theater, Kinos und Konzerthäuser dürfen in Sachen-Anhalt von maximal 500 Menschen besucht werden. Clubs und Diskotheken dürfen 60 Prozent ihrer regulären Besucheranzahl begrüßen.

Generell gilt: Liegt die Inzidenz in einem Kreis unter 35 können in allen Bereichen weitreichende Lockerungen erfolgen. Dies ist möglich, da sich die Inzidenz bei Sachsen-Anhalt auf 6,3 eingependelt hat.

Video: Abenteuerurlaub Deutschland - Das sind die Trends 2021

Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland offen. Übernachtungsgäste müssen einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test mitbringen. Ein Folgetest wird nicht mehr benötigt. Außengastronomie ist im Norden bereits seit längerem erlaubt, mittlerweile auch die Innengastronomie. Dort müssen Gäste einen negativen Test vorlegen, ausgenommen Übernachtungsgäste im jeweiligen Hotel. Auch die Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen: für maximal 125 Personen und mit Hygienekonzept, Kontaktdatenerhebung, Masken- und Testpflicht.

Freizeit- und Kultureinrichtungen können öffnen - unter anderem Freizeitparks, Museen, Galerien, Zoos, Theater-, Opern- und Konzerthäuser und Kinos. Die Testpflicht für den Innenbereich ist mit den Neuregelungen entfallen.

Neben Berlin und Hamburg hat Schleswig-Holstein die höchste Inzidenz aller Bundesländer - sie liegt bei 27,6.

Thüringen: In Thüringen gab es im Tourismus zuletzt kaum noch Einschränkungen Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 gebucht werden. Reisebusveranstaltungen sind dann für tagestouristische Angebote erlaubt, bei einer Inzidenz unter 50 auch mehrtägige Reisen, ab einer Inzidenz unter 35 entfällt zudem die Testpflicht, die Verpflichtung zum Tragen einer Maske bleibt aber. Hotels und Pensionen dürfen bei einer Inzidenz unter 35 Gäste beherbergen - also fast überall. Es entfallen zudem Testpflicht und Auslastungsgrenze von 60 Prozent.

Eine Kontaktnachverfolgung muss weiterhin möglich sein. In der Gastronomie gibt es bei Inzidenzen unter 35 auch in Innenräumen keine Testpflicht mehr für die Gäste. Sollte die Inzidenz über 35 steigen, liegt die Verantwortung wieder bei den Kommunen. Die kreisfreien Städte und Landkreise müssen dann selbst per Allgemeinverfügung reagieren. Die Kontaktbeschränkungen sind nur noch Empfehlungen, mehr als zehn Menschen sollten sich allerdings nicht treffen.

Die Corona-Regeln scheinen in Thüringen gut gegriffen zu haben: Das Bundesland ist Spitzenreiter der niedrigen Inzidenzen und liegt derzeit bei 5,8.

Falls Sie einen Urlaub im Ausland planen, erfahren Sie hier mehr zu den Corona-Regeln in Europa. Außerdem berichtet wa.de, was beim Griechenland-Urlaub 2021 beachtet werden soll*. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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