Kein Abenteuerspielplatz! Mit einem Schild am Eingang zur Mariengrotte mahnt die Kirchengemeinde.
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Kein Abenteuerspielplatz! Mit einem Schild am Eingang zur Mariengrotte mahnt die Kirchengemeinde.

Kein Abenteuerspielplatz

Nach Vandalismus-Vorfällen warnt Gemeinde mit Schildern am Eingang der Mariengrotte

  • Norman Zellmer
    vonNorman Zellmer
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Nach wiederkehrenden Vandalismus-Vorfällen auf dem Gelände der Mariengrotte haben die Nutzer nun reagiert: Schilder an den Eingängen sollen sensibilisieren. 

Neuhof - Zertretene Blumen, große Äste auf dem Gelände, zerschlagene Tuffsteine und Holzbänke, ein zersplitterter Lampenschirm einer Straßenlaterne: Immer wieder haben die Mitglieder des Freundeskreises Mariengrotte Neuhof in den vergangenen Monaten Schäden auf dem Grottengelände festgestellt.

„Die Grotte ist kein Abenteuerspielplatz“, sagt Reinhold Schneider, Mitglied des Verwaltungsrates der katholischen Kirchengemeinde Neuhof und im Freundeskreis engagiert, mit Blick auf die registrierten Beschädigungen.

Grottenwand wird neu verfugt

Vor allem Kinder nutzten das abgelegene Gelände am Ortsrand, um darauf zu spielen. Dabei sei dies nicht Zweck der Grotte. Und gefährlich könne es auch werden. „Ihnen ist es nicht bewusst, worum es hier geht.“

Die 1926 eingeweihte Grotte gilt als sanierungsbedürftig und wird von den 65 Mitgliedern seit dem Jahr 2018 vor allem in Eigenleistung repariert, erneuert und ausgebessert. Derzeit werden Natursteine der bis zu rund fünf Meter hohen Grottenwand neu verfugt.

100 Jahre alter Mörtel

Diese sind vielfach nicht festgemauert, sondern nur mit – inzwischen fast 100-jährigem – Mörtel miteinander verbunden. Die Steine an den Grottenzugängen liegen direkt in der Erde.

Dass wegen der Coronakrise die umliegenden Spielplätze gesperrt sind und die Wohnbebauung mit dem Baugebiet „Weinstraße“ mit 15 Parzellen näher an das Grottengelände heranrückt, begünstige die Entwicklung der Grotte hin zum wilden Spielplatz.

Spielen in der Grotten ist gefährlich

„Es liegt ja auch idyllisch“, sagt Schneider. Das wilde Klettern und Spielen können jedoch gefährlich sein – und sei an dem Ort nicht angebracht.

Den daraus resultierenden Beschädigungen und dem Vandalismus will man einen Riegel vorschieben. Helfen sollen dabei nun Schilder. In Absprache mit dem gemeindlichen Ordnungsamt hat die Kirchengemeinde an den beiden Zugängen leuchtend gelbe gut sichtbare Schilder aufgestellt.

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