Thorsten, Marianne und Hienz Winkelmann (von links) haben große Pläne mit ihrer Pension. Sie haben aber auch schon eine Menge in das Haus investiert. / Fotos: Volker Nies

Veränderung in Etappen: Pension Hodes erweitert und wird zum Hotel

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - „Pension? Bei dem Begriff haben viele Gäste falsche Vorstellungen“, sagt Thorsten Winkelmann (51). Er führt die Pension Hodes in der Petersgasse mit seinen Eltern Marianne (74) und Heinz Winkelmann (76). Das Haus hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt – und es wandelt sich weiter. Dazu gehört ein neuer Name.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Vor mehr als 200 Jahren begann die Geschichte der Immobilie als Pension, als Theodor Hodes – Ururopa von Thorsten Winkelmann – hier eine Gastwirtschaft mit Metzgerei und Pension eröffnete. Sein Sohn und sein Enkel Albert Hodes und Theo Hodes führten das Haus im Dreiklang von Gastwirtschaft, Metzgerei und Pension unter dem Namen Gambrinushalle weiter.

Gemütlichkeit trotz Rundum-Erneuerung wahren

Dann gab die Familie erst die Metzgerei und dann die Gastwirtschaft aus. „Die Gaststätte mit ihrem Geräuschpegel war für manche Pensionsgäste ein Ärgernis. Deshalb haben wir vor 17 Jahren die Gaststätte im Erdgeschoss geschlossen. Dafür zog dort die Haargalerie von Jürgen Ressel ein“, berichtet Thorsten Winkelmann.

In den vergangenen zehn Jahren erlebte das Haus eine Rundum-Erneuerung in Etappen. „Unser Ziel war, die Standards eines Hotels zu bieten, und zugleich das Heimelige und Gemütliche, das unser Haus ausmacht zu bewahren“, sagt Wingelmann.

Neue Fenster, neues Treppenhaus, neues Dach

Die zehn Gästezimmer wurden in Themenzimmer umgestaltet. Das Haus erhielt neue Fenster, ein neues Treppenhaus, ein neues Dach und schließlich auch einen neuen Anstrich: Aus dem Gelbbraun wurde ein gedecktes Weiß – ein sogenanntes Ginster. Dabei verschwand auch der Schriftzug „Gambrinushalle“. „Alle Veränderungen wurden mit dem Denkmalschutz in einem sehr kooperativen Miteinander abgesprochen“, legt Winkelmann dar.

Jetzt nimmt die Familie die nächste Veränderung in Angriff. Der Frühstücksraum im ersten Obergeschoss ist an manchen Tagen zu eng. Der Zugang aus der Gutenbergstraße ins wenig repräsentativ. Deshalb übernehmen Winkelmanns die Räume im Erdgeschoss wieder; die Haargealerie wird – vermutlich im Januar – in größere Räume in der Florengasse umziehen.

400.000 Euro Kosten bislang

„Das Erdgeschoss werden wir umgestalten und hier eine Rezeption, einen Frühstücksraum und einen weiteren Gastraum schaffen“, kündigt Winkelmann an. „Der Frühstücksraum wird ganz gemütlich werden – mit einem alten Klavier, altem Parkett und Samtgardinen.“ Die Ausgaben dafür schätzt er auf 40.000 Euro – nachdem die bisherigen Umbauten und Erneuerungen bereits 400.000 Euro gekostet haben.

Aus dem jetzigen Frühstücksraum wird dann das Büro, das jetzige Büro wird zu einem zusätzlichen Gästezimmer. Wenn diese letzte Umgestaltung abgeschlossen ist, soll sich auch der Name ändern. „Pension – das verbinden viele Gäste mit abgewohnt und lieblos. Das passt aber nun wirklich nicht zu unserem Haus. Deshalb werden wir uns nach dem Schaffung der neuen Rezeption und des neuen Frühstücksraums umbenennen“, sagt Thorsten Hodes. „Aus Pension Hodes wird dann zukünftig Hotel Hodes.“

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