Fünf Wochen lang bekochten Gastronomen auf der Pauluspromenade ihre Gäste. Sie sind mit dem Verlauf der Genusswochen zufrieden.
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Fünf Wochen lang bekochten Gastronomen auf der Pauluspromenade ihre Gäste. Sie sind mit dem Verlauf der Genusswochen zufrieden.

Vielfältig und entspannt speisen

Veranstalter ziehen positive Bilanz von Genusswochen und Regio-Markt

  • Hanna Wiehe
    vonHanna Wiehe
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Fünf Wochen lang schlemmen und regional einkaufen auf der Fuldaer Pauluspromenade gehen zu Ende: Unter Veranstaltern von Genusswochen und Regio-Markt herrscht Zufriedenheit. Das Konzept habe sich bewährt.

Fulda - Fünf Gastronomen aus Fulda und der Region kochten etwa fünf Wochen lang für die Besucher. Jeder war vier Tage lang Gastgeber: Zuspann à la carte, Nelles Catering, Kostbar/Casa-R-Ella by Volker Elm, bankett sinnreich sowie Patrick Spies und Benjamin Kehl. Sie sind sich einig: Es war toll, trotz Corona wieder Gäste begrüßen und bewirten zu dürfen – und das mit einer Vielfalt an Speisen. Jeweils 150 Personen durften auf der Pauluspromenade Platz nehmen.

„Schon etwas besonderes“

Das neue Konzept habe sie überzeugt, sagt Carolin Zuspann: „Das Genussfestival der vergangenen Jahre war schon etwas besonderes. Die Resonanz war immer enorm, viele Besucher kamen. Doch mit dem neuen Konzept, das nur eine begrenzte Anzahl an Personen zuließ, konnten wir den Besuchern einen viel höheren Genussmoment bescheren“, betont sie. Die Gäste konnten Platz nehmen, bekamen zum gleichen Zeitpunkt ihr Essen – „es war ruhiger, nicht so ein buntes Treiben“, beschreibt Zuspann. Sie selbst war auch als Gast auf den Genusswochen und sagt: „Man sitzt im Schatten des Doms, es ist einmalig. Da spürt man Fulda und kann genießen.“ Die Gäste hätten den Veranstaltern durchweg positive Rückmeldungen gegeben.

Ein Konzept also auch in nach-Corona-Zeiten? „Es ist durchaus eine Überlegung wert zu sagen, man fährt das Konzept so weiter – mit etwas mehr Besuchern“, sagt Zuspann. Da müsse aber natürlich auch die Stadt mitreden.

Neue Ideen durch die Krise

Auch im Stadtschloss ist man zufrieden: „Hier hat sich gezeigt, dass aus einer Krise auch neue kreative Ideen entstehen können“, bilanziert die Pressestelle. Grundsätzlich sei es für die Stadt wichtig gewesen, in der aktuellen Situation ein Angebot für Gäste und Bürger zu schaffen – gerade wegen der zahlreich abgesagten Veranstaltungen der vergangenen Wochen.

Mit dem neuen Konzept habe man die Verweildauer der Gäste und auch die Aufenthaltsqualität im Vergleich zum deutlich größeren Genussfestival des vergangenen Jahres steigern können. Wie die Pressestelle schreibt, lagen die Besucherzahlen – bei konsequenter Einhaltung der Hygieneauflagen – pro Wochenende (Donnerstag bis Sonntag) und Gastronom durchschnittlich bei 1100 Personen. Veranstalter war die Region Fulda als gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Stadt, Landkreis und IHK.

Zwischen 12.000 und 15.000 Menschen

Auch deren Chef, Regionalmanager Christoph Burkard, ist zufrieden und bezeichnet den Markt als „gelungen“. „Im Gesamtzeitraum von sechs Wochen haben zwischen 12.000 und 15.000 Menschen das Markt-Zelt besucht, überschlägt er. Mit dem Vorlauf von nur wenigen Wochen sei hier ein kompletter Markt inklusive Lieferantenbeziehungen, Personal, Genehmigungen, Versicherungen und Logistik auf den Weg gebracht worden.

„Insgesamt konnten mehr als 250 Produkte und Produktgruppen – zum Beispiel Gewürze – von mehr als 50 Lieferanten in den Regalen und auf den Tischen des 150 Quadratmeter großen Marktes präsentiert und zum Verkauf angeboten werden“, erklärt Burkard. Auch die Hutmacherin Karin Zeisberger aus Unterfranken, die über den gesamten Marktzeitraum einen Teil ihrer Hutmacherwerkstatt in den Markt verlegte, sei mit dem Beratungs- und Verkaufserfolg sehr zufrieden gewesen.

Auf unterschiedliche Interessen eingehen

Unter den Besuchern waren vor allem Touristen. „Sie erkundigen sich nach der Herkunft der Produkte und konnten von unserem Personal, geschulten Gästeführern, so auch gleich Hintergrundinformationen zur Region erhalten“, berichtet Regionalmanager Burkard.

Die Stadt möchte die Erfahrungen aus diesen fünf Wochen „gemeinsam mit den Veranstaltern bewerten und dann überlegen, welche Dinge wir eventuell im nächsten Jahr noch etwas verändern können“. So sei es denkbar, neben dem Gastronomiezelt einen Biergarten zu etablieren, um noch stärker auf unterschiedliche Interessen eingehen zu können.

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