Zum ersten Geburtstag gab es einen Korb mit einer Auswahl an Kräutern von Bruder Gerhard (von links) und Günter Habig. Darüber freuen sich Ulrich Klesper, Andreas Kanne und Gerhard Möller.
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Zum ersten Geburtstag gab es einen Korb mit einer Auswahl an Kräutern von Bruder Gerhard (von links) und Günter Habig. Darüber freuen sich Ulrich Klesper, Andreas Kanne und Gerhard Möller.

Ein Ort von Bürgern für Bürger

Verein Freunde des Frauenbergs feiert einjähriges Bestehen

  • vonAlina Hoßfeld
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Vor rund einem Jahr haben 23 Fuldaer Bürger, die sich dem Frauenberg verbunden fühlen, den Verein Freunde des Frauenbergs gegründet. Ziel ist es, die Bedeutung des Klosters in das Bewusstsein der Fuldaer Bürger zu bringen, und das Kloster nachhaltig zu fördern.

Fulda - „Wir haben den Verein gegründet, um den Fuldaer Bürgern zu zeigen, dass der Frauenberg ein besonderes kulturelles Wahrzeichen von Fulda ist. Mittlerweile hat der Verein 80 Mitglieder“, sagt Ulrich Klesper, Vorstandsmitglied Freunde des Frauenbergs. Jeder kenne den Frauenberg – früher sei er relativ geschlossen gewesen für die Bürger, heute sei er für jeden geöffnet. Der Verein wolle den Fuldaer Hausberg wieder stärker im Bewusstsein der Menschen verankern. „Das Ziel: der Erhalt eines belebten Frauenbergs“, sagt Klesper. 

Freunde des Frauenbergs wollen Frauenberg erlebbar machen

Andreas Kanne, ebenfalls Vorstandsmitglied, fügt an: „Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, den Frauenberg zu erleben. Um ihn zu erhalten, muss er aber körperlich und finanziell unterstützt werden – dafür brauchen wir aktive Mitglieder.“ Neben dem Ziel, die Bedeutung des Klosters für die Region in das Bewusstsein der Bürger zu bringen, beschafft der Verein finanzielle Mittel, um unter anderem Renovierungen durchzuführen. Zudem werden Veranstaltungen unterstützt, die auf dem Fuldaer Hausberg Leben einkehren lassen sollen. 

Markt

Am Samstag, 30. Mai, gibt es einen Klostermarkt am Frauenberg. Von 11 bis 17 Uhr können unter anderem Pflanzen für Balkon und Garten sowie das Bier Frauenberger Frohnatur erworben werden. Zudem stellen sich die St. Antonius Stiftung und der Verein Freunde des Frauenbergs an einem Infostand vor.

Damit unterstützt der Verein die Kooperation zwischen antonius – Netzwerk Mensch und den Franziskanern. Diese Kooperation wird auch von der St. Antonius Stiftung mit dem Stiftungsprojekt Zukunft Frauenberg seit 2017 gefördert – unter anderem gab es Hilfe bei der Etablierung des Klostercafés Flora. „Projekte werden von der St. Antonius Stiftung immer zeitlich begrenzt unterstützt, da wir immer wieder neue Projekte fördern. Durch die Gründung des Vereins kann jedoch ein dauerhaftes Engagement der Bürger geschaffen werden. Denn auch nach der Beendigung des Stiftungsprojekts will sich der Verein für den Frauenberg engagieren“, sagt Gerhard Möller, Vorsitzender der St. Antonius Stiftung.

1,6 Hektar müssen bewirtschaftet werden

Auch der Geschäftsführer der Frauenberg gGmbH, Günter Habig, freut sich über die Unterstützung: „Es ist schön, dass es einen Verein gibt, der sich des Frauenbergs annimmt und diese Thematik in das Bewusstsein der Bürger bringt. Insgesamt müssen 1,6 Hektar Fläche bewirtschaftet – also gepflegt, hergerichtet und instand gehalten werden. Das ist eine große Last, bei der Unterstützung benötigt wird.“ 

Das betonte auch Bruder Gerhard Busche, OFM, Guardian des Klosters Frauenberg. „Der Frauenberg soll ein geistlicher Ort bleiben und ein gastlicher Ort werden. Wir wollen den Frauenberg nicht für uns alleine beanspruchen, sondern für alle Menschen öffnen“, sagt er. Daher sei es dem Guardian ein Anliegen, dass er von den Bürgern Unterstützung erfahre.

Verein

Jeder, der den Verein und damit den Frauenberg unterstützen möchte, kann Mitglied werden. Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt 36 Euro.

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