Archivfoto: Karl-Hermann Ziegler

Verlassen der Wege verboten: Weltkriegsbomben am Rauschenberg

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Petersberg - Der Rauschenberg in Petersberg war im Zweiten Weltkrieg häufig Ziel von Luftangriffen. Nun wurden drei Stabbrandbomben gefunden. Das gesamte Areal muss jetzt auf weitere Kriegsreste untersucht werden. Daher dürfen die gekennzeichneten Wege zur Zeit nicht verlassen werden.

Auf dem Weg zum Gipfel des 471 Meter hohen Rauschenbergs liegt eine Schutzhütte. Diese wollte die Gemeinde umgestalten und hat dafür das Gelände um die Hütte im Umkreis von etwa 15 Metern untersuchen lassen. „Dabei wurden drei Stabbrandbomben und auch Munition gefunden“, erklärt Petersbergs Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen (CDU). Mit diesen Kampfmitteln aus dem Weltkrieg konnten verheerende Brände ausgelöst werden.

Die je zwei Kilo schweren und rund 50 Zentimeter langen Brandbomben wirken unscheinbar, sind aber hochgefährlich. Die gefundenen Exemplare sind nämlich scharf: „Wenn man an die Zündung kommt, kann eine Stichflamme heraustreten“, sagt Schwiddessen. Die Funde müssen nun entschärft werden.

Das hat zur Folge, dass das Betreten der Waldflächen vorerst verboten ist. „Es dürfen nur noch die gekennzeichneten Wege benutzt werden. Die sind sicher“, sagt Schwiddessen. Vor allem darf im Wald nicht gegraben werden – sonst könnte man auf Bomben stoßen. Auch Hundebesitzer sollten darauf achten, dass ihre Tiere auf den Pfaden bleiben. Heute will die Gemeinde Warnschilder rund um den Rauschenberg aufstellen.

Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in der Freitagausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper.

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