Foto: Charlie Rolff

Video: Probenbesuch zum „Bonifatius“-Musical – Trubel um einen Heiligen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Normalerweise herrscht während der Ferien Ruhe in den Schulen. Nicht so am Fuldaer Marianum. Denn dort, genauer: in der Sturmiushalle, wird derzeit für das große Kulturevent des Jubiläumssommers geprobt: „Bonifatius das Musical“ unter freiem Himmel und ausgerechnet vor dem Dom, jener Kathedrale, in der die Gebeine des Apostels der Deutschen ruhen.

Von unserem Redaktionsmitglied Anke Zimmer

Gemeinsam mit Regisseur Stefan Huber geben die Tänzer, Schauspieler und Sänger seit einigen Wochen alles, um ein Spektakel sondergleichen auf die Bühne zu stellen. Der Mittelteil dieser Konstruktion ist derzeit in der Turnhalle aufgebaut, eine große, schräge Scheibe, auf der sich das Geschehen abspielen wird. Das sei kurz angerissen: Bonifatius reist zusammen mit seinem Schüler Sturmius ins heidnische Germanien, um das Wort Gottes zu verbreiten. Der fränkische Hausmeier Karl Martell überschreibt ihnen ein Königsgut in Buchonia.

Dort treffen die beiden auf die Geschwister Alrun und Luitger. Aber auch auf Unbill: Der Heidenfürst Radbod und seine Friesen kommen, um an der Donar-Eiche ihren Göttern zu huldigen. Bonifatius ergreift die Gelegenheit, um die Menschen vom falschen Gauben abzubringen. Und zieht natürlich den Zorn des Heidenherrschers auf sich. Damit nicht genug: Der Missionar erfährt, dass die Kirche im nahe gelegenen Mainz die Menschen unterdrückt, ausbeutet und ängstigt.

Begleitung mit dem Keyboard

Ganz davon abgesehen, dass der Bischof von Mainz, Gewilip, sich keinen Deut um religiöse Gebote oder Moral schert. Im Kampf gegen diesen gar nicht gottesfürchtigen Kirchenmann schafft Bonifatius sich einen zweiten Feind...

Die Hauptdarsteller, allen voran Reinhard Brussmann als Bonifatius und Friedrich Rau als Sturmius – beide sind den Fuldaer Musicalfans längst bekannt -, werden bei den Proben begleitet von David Andruss am Keyboard. So minimalistisch wird der Klang am Dom dann aber nicht. Denn die Produktionsfirma spotlight setzt bei diesem Event auf Chor und Orchester. “Wahnsinn” nennt Produzent Peter Scholz, was da derzeit gestemmt wird.

Und damit alles reibungslos ablaufen kann, heißt es derzeit: üben, üben, üben. Ein Job, der allen Beteiligten trotz der Anstrengungen Spaß macht, wie bei den Proben zu sehen ist.

“Bonifatius” ist von 22. bis zum 28. August vor dem Dom zu erleben. Die Shows sind so gut wie ausverkauft, da hin und wieder Karten zurückgegeben werden, lohnt es sich aber, immer mal nachzufragen. Eine ausführliche Reportage zum Probenbesuch lesen Sie in unserer Printausgabe vom 10. August und im E-Paper.

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