Fotos: Daniela Petersen

Video: „The Taste“-Kandidat Max von Bredow kocht einen Rhöner Döner-Löffel (mit Fotogalerie)

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Von wegen Haute Cuisine: Das Lieblingsessen des Petersbergers Max von Bredow, der bei der SAT.1-Kochshow „The Taste“ mitmacht, ist Döner. Dass er auch dieses Gericht auf einen Löffel zaubern und dem Ganzen einen Hauch von gehobener Küche verpassen kann, hat er nun bewiesen. Mitarbeiter von Parzeller durften probieren.

„Für mich ist das eine Premiere. Ich habe das Rezept vorher nicht ausprobiert, aber ich stelle mir das gut vor“, sagt der 31-Jährige. Spontan kochen ist er gewöhnt. In der Show muss der Petersberger bei jeder Runde zeigen, dass er improvisieren und in 60 Minuten ein schmackhaftes Ergebnis abliefern kann. Hier im Toro Negro im Esperanto, wo er für Mitarbeiter von Parzeller kocht, hat er geradezu unendlich Zeit.

„Einer, mit dem man Pferde stehlen kann“

Erst in zwei Stunden kommen die Probe-Esser, die zwar nicht wie die Jury von „The Taste“ mit mehreren Michelin-Sternen ausgezeichnet sind, sicher aber einen guten Hunger mitbringen werden. Deshalb hat Max vorgesorgt. Vor ihm liegen fünf Schwartenmagen, Rotkohl, Weißkohl, Ingwer, Knoblauch, Limette, Tomate und Chili – das alles sollen die Test-Esser erst einmal in einer kleinen Portion auf einem Löffel probieren. So, wie das bei „The Taste“ üblich ist. Erst danach gibt es einen Nachschlag auf dem Teller.

Hilfe beim Kochen und Anrichten bekommt Max von Alina Kubik. Sie kennt ihn schon seit 20 Jahren, war mit ihm in der Schule und ist eine gute Freundin des 31-Jährigen. „Wir treffen uns jeden Mittwoch mit mehreren Freunden, um die Sendung anzuschauen“, sagt sie. Am Anfang sei Max ein wenig steif rübergekommen, „aber mittlerweile ist er aufgetaut und locker, so, wie wir ihn kennen“. Er sei einer, mit dem man Pferde stehlen könne, gelassen, entspannt, aber auch detailverliebt und perfektionistisch.

Knoblauch gehört dazu

Beim Kochen hat er seine genauen Vorstellungen: Die Kräuter werden geschnitten, nicht gehackt oder im Mixer zerkleinert; Schafskäse kommt ihm nicht auf den Döner; Tomate dafür auf jeden Fall, er verwendet glatte Petersilie, weil sie ihm besser schmeckt, und zum Rotkohl gibt er etwas Apfel dazu. „Rotkohl braucht Fruchtsäure. Weißkohl nicht unbedingt“, ist er überzeugt. Und noch etwas gehört für ihn auf jeden Fall auf einen Döner: Knoblauch. „Mit Cocktailsoßen kann ich nichts anfangen.“

Bei „The Taste“, wo er im Team von Sternekoch Alexander Herrmann ist, habe er viel gelernt. Aber auch schon vorher konnte der 31-Jährige mit Lebensmitteln umgehen. Nach der Schule hat er in einem Hotel in der Lüneburger Heide Koch gelernt. Inzwischen arbeitet er als Tagungs- und Bankett-Leiter im Esperanto.

Als die Sendung im Sommer aufgezeichnet wurde, nahm er sich Urlaub, um mitzumachen. Mehrere Wochen war er in München. Außer sonntags wurde jeden Tag von morgens bis abends gedreht. „Dabei haben wir häufig aus den Töpfen der anderen probiert“, erzählt er. Nicht immer konnte er die Kritik der Jury nachvollziehen, „aber häufig hatten sie schon erkannt, was am Löffel falsch ist“, erklärt der Petersberger.

„Eine Geschmacksexplosion“

Inzwischen sind auch die restlichen hungrigen Test-Esser eingetroffen, um seinen Rhöner Döner-Löffel zu probieren. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Jetzt wird es doch etwas hektisch. Alina hilft ihm dabei, den Löffel anzurichten: ein Stückchen Salatherz, die Joghurt-Knoblauchsoße, Rotkraut, Weißkohl, ein Häppchen Schwartenmagen und das Brot mit einem Klecks Senf dazu, dann noch ein bisschen Soße – und fertig ist der Leckerbissen.

Mit einem Lächeln, das man inzwischen von Max kennt, serviert er sein Werk. Fast Food im besten Sinne. Doch das einzige, was dieses Gericht mit schnellem Essen zu tun hat, ist die Tatsache, dass der Löffel rasch weggegessen ist. „Da würde ich doch glatt noch einen Zweiten essen“, sagt Thomas Schafranek, und sein Kollege Laurenz Hiob fügt an: „Wenn Döner so schmeckt, dann werde ich noch zum Dönerfan. Das ist wirklich eine Geschmacksexplosion.“

Die Zutaten (für vier Portionen):

600 g Schwartenmagen 200 g Rotkohl 200 g Weißkohl 200 g Joghurt 2 Knoblauchzehen 1 Limette 1 Zwiebel 200 ml Gemüsebrühe 1 Stück Salatherz 100 ml Essig 4 Stück Bauernkümmel-Brötchen Petersilie Honig Ingwer Senf Apfel Kümmel Salz Pfeffer Mehl Öl Chilischote Tomate

Die Zubereitung:

Den Rotkohl und den Apfel klein schneiden oder raspeln. Essig und Gemüsebrühe dazu, mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken. Den Weißkohl schneiden oder raspeln, Essig und Gemüsebrühe dazu. Mit Salz, Pfeffer, Honig und Kümmelkörnern abschmecken. Beides am besten über Nacht ziehen lassen.

Für die Soße den Joghurt mit geschnittenem Knoblauch, Salz und Pfeffer abschmecken. Geschnittene Petersilie sowie etwas Limettensaft hinzugeben. Den Salat waschen, Tomate und Chilischote schneiden, das Brot kleinreißen und mit etwas Senf und Kümmel bestreichen. Die Zwiebeln mit Mehl bestäuben und in Öl ausbacken – sie kommen als Röstzwiebeln auf den Löffel. Der Schwartenmagen wird etwas angebraten.

Beim Anrichten wird zuerst das Salatblatt auf den Löffel gelegt, danach kommen Joghurtsoße aus einem Spritzbeutel, Rotkohl und Weißkohl hinzu. Dann der Schwartenmagen, die Tomate und die Chili. Das Brot wird ganz zum Schluss oben drauf gelegt. Verfeinert wird der Löffel mit etwas Bratensoße.

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