Fotos: Ralph Leupolt

Video: Umjubeltes Konzert am Dom – Martin Grubinger und die Ode für Freiheit und Europa

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Frenetischer Applaus krönte das Klassik-Open-Air-Konzert vor dem Dom. Mit dem Auftritt von Schlagzeugvirtuose Martin Grubinger und dem Programm des Abends setzte Fulda ein Zeichen für Freiheit, Friede und Europa. Denn bewusst war Beethovens 9. Sinfonie als Abschluss des Konzertes geplant – die „Ode an die Freude“ von Schiller, die Hymne eines vereinten Staatenbundes, den es ohne den Mauerfall vor 30 Jahren so nicht gäbe.

Von unserem Redaktionsmitglied Anke Zimmer

In diesem Sinne war es auch zu der Kombination eines West-Orchesters mit einem Ost-Chor gekommen: Die hr-Sinfoniker und die Mitglieder des Dresdner Kammerchores musizierten unter dem Dirigat von Robert Trevino wie ein Klangkörper, der zusammenkam, weil er zusammengehört.

Auch die vier Solisten Amanda Pabyan, Justina Gringyte, Corby Welch und Mika Kares brillierten. Im Fokus des musikalischen Sommerabends aber stand natürlich Grubinger, der mit seinem rasanten Spiel an mehreren Schlaginstrumenten die Zuhörer mitriss.

Martin Grubinger glänzte an mehreren Schlaginstrumenten

Dem umjubelten Finale „Freude schöner Götterfunken“ war ein hochkarätiges Konzert vorausgegangen, das mit der Ouvertüre zu Leonard Bernsteins „Candide“ begonnen hatte und mit der Komposition „Frozen in Time“ des 1975 geborenen Komponisten Avner Dorman ein besonderes Stück zu Gehör brachte, da es sich dabei um ein Schlagzeugkonzert handelt.

Kein Wunder, dass Martin Grubinger da ganz in seinem Element war. Und um eine famose Zugabe voller Witz ließ er sich nicht lange bitten.

Interviews mit ehemaligem und aktuellem Oberbürgermeister

Zwischendurch führte die Moderatorin des Abends kleine Interviews. Bewegend die Erinnerungen von Fuldas ehemaligem Oberbürgermeister Wolfgang Hamberger, der die Tage nach dem Mauerfall in bester Erinnerung hat. „Eine Revolution, bei der Sekt floss, kein Blut“, sagte er. „Unvergessen.“

Lachend neben ihm: der heutige Oberbürgermeist von Fulda, Heiko Wingenfeld (CDU). Denn während Hamberger nach dem Mauerfall viel zu tun hatte, wie auf den historischen Fotos, die auf den Leinwänden zu sehen waren, erkennbar wurde, gehörte Wingenfeld damals zu den feiernden Teenagern. „Ich war 16“, so seine Erklärung.

Eine ausführliche Rezension des Konzertes lesen Sie in unserer Print-Ausgabe am Montag sowie im E-Paper.

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