Ob digital oder print: Was das richtige Medium ist, hängt von den Zielen des Werbenden ab. Crossmediale Auftritte bietet die Mediengruppe Parzeller. / Montage: Michael Bekai

Viele Wege führen zum Kunden – Unternehmen müssen in ihrer Werbung vielfältigere Wege gehen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Unternehmen brauchen Öffentlichkeit – um Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, Lieferanten zu finden und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Vor einigen Jahren waren Zeitungen, Broschüren und Plakate die einzigen Wege. Das hat sich geändert. Unternehmen haben mehr Auswahl. Das macht die Sache nicht einfacher.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Wer heute für sich und seine Produkte werben will, der hat es nicht einfach. Social Media wie Facebook oder Instagram scheinen die Medien der Zukunft – auch weil sie es erlauben, zielgenau bestimmte Zielgruppen anzusprechen. Zugleich hat die Tageszeitung nach wie vor eine relativ große und relativ stabile Zahl an Lesern.

Die Tageszeitungen der Mediengruppe Parzeller (Fuldaer Zeitung, Hünfelder Zeitung, Kinzigtal Nachrichten und Schlitzer Bote) erreichen an jedem Tag (außer sonntags) zuverlässig rund 100 000 Menschen in der Region – Leser, die nicht erst zum Smartphone greifen müssen, sondern für die die Zeitung selbstverständlicher Teil ihres Lebens ist.

Fast jeder dritte Deutsche nutzt Facebook

Gerade bei jüngeren Leuten gehören die sozialen Medien längst zum Alltag. 64 Minuten pro Tag verbringen die Deutschen im Schnitt am Smartphone, oder (seltener) am Tablet, Laptop oder Home-Computer in Sozialen Netzwerken. Fast jeder dritte Deutsche nutzt – regelmäßig oder unregelmäßig – Facebook. Instagram hat 15 Millionen deutsche Nutzer. Wer in Sozialen Medien unterwegs ist, sucht dort dann auch Informationen über Unternehmen und deren Produkte.

Ein Experte für Werbung in der digitalen Welt ist Michael Klotzbier (40). Er ist Leiter des digitalen Vertriebs bei der Agentur heldenzeit in Fulda. Die Agentur gehört zur Mediengruppe Parzeller, in der auch diese Tageszeitung erscheint. „Umsätze und Images von Unternehmen stehen eng im Zusammenhang mit deren Online-Präsenz. Soziale Medien sind eine elementare Säule der digitalen Sichtbarkeit eines Unternehmens. Wer unsichtbar ist, ist weniger erfolgreich.“

Der erste Schritt in die digitale Welt sollte aber ein gute Homepage sein, deren Inhalte so optimiert sind, dass sie über Suchmaschinen wie Google schnell gefunden werden.

Weiterhin starke Resonanz auf Print-Anzeigen

Dabei ist die Printanzeige nach wie vor ein starkes Marketinginstrument. Klotzbier nennt zwei Beispiele: „Ein großes Unternehmen hat in einer Fuldaer Zeitung auf sehr auffällige Weise um Mitarbeiter gesucht. Schon am ersten Tag hatte er mehr als 100 Bewerbungen. Ein anderes Unternehmen aus einem Nachbarkreis zieht dank der Werbung in der Fuldaer Zeitung so viele Kunden aus Osthessen an, dass er die Werbung jetzt unterbricht, um den Ansturm zu bewältigen“, berichtet Klotzbier. „Viele Unternehmen setzen auf print. Das würden sie nicht tun, wenn sie keine Resonanz hätten.“

„Die Mediengruppe Parzeller ist das einzige Unternehmen, das Kunden einen Marketingmix anbieten kann, der von der Anzeige oder dem Advertorial in der Tages- oder Wochenzeitung bis zur neuen Firmenseite im Internet, vom Facebook-Auftritt bis zum eigenen Onlineshop, vom Blog bis zur Instagram-Präsenz reicht“, sagt Klotzbier. Die Agentur heldenzeit kann auch Fanpages aufbauen oder eine Community schaffen.

Der Mix der Zielgruppen muss passen

Was ist aber das richtige Instrument? Wer ist bei print besser aufgehoben, wer kann auf digitale Medien nicht verzichten? „Das kommt darauf an, wen ich erreichen will. Unabdingbar für den Erfolg ist, sich vorher Gedanken zu machen, wen ich mit welcher Message erreichen möchte“, rät Klotzbier. „Die Kunst eines guten Werbekonzepts liegt darin, einen guten Mix zu finden, mit dem Zielgruppe effektiv und zu einem vernünftigen Preis erreicht wird.“

Diesen Mix zu finden, der zum Unternehmen und zum Ziel des Unternehmens passt, das ist das Ziel der Mitarbeiter der Agentur heldenzeit. „Wir sehen uns nicht als Verkäufer, sondern als Berater. Man muss für jedes Ziel eine eigene Lösung finden“, sagt Klotzbier.

Kunden gezielt ansprechen

Mit Facebook und Instagram Ads kann jedes Unternehmen sichergehen, dass Werbebotschaften passgenau bei der gewünschten Zielgruppe ankommen.“ Wer etwa 20 bis 30 Jahre alte männliche Bewohner des Landkreises Fulda sucht, die Fans von Eintracht Frankfurt sind – der kann diese Zielgruppe mit Funktionen bestimmter Facebook-Anzeigen gezielt ansprechen.

Auch digitalen Kanälen sind zudem Rückmeldungen des Kunden an das Unternehmen viel leichter möglich als bei Printprodukten. Gedruckte Medien wie die FZ sind auch digital zu nutzen. Die Leser dort sind jünger als die Printleser. Bei Printprodukten wie der Tageszeitung, einer Wochenzeitung wie dem Marktkorb, dem Rhön-Magazin oder Move36 bekommt der Anzeigenkunde ein redaktionelles Umfeld, das eine Werbewirkung stark erhöhen kann.

„Die Unternehmen spüren, dass es schwieriger wird, ihre Kunden auf den unterschiedlichen Kanälen zu erreichen. Aber mit dem richtigen Mix und der richtigen Helfern ist das weiter gut möglich“, ist Klotzbier überzeugt.

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