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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier: „Folgen der Corona-Krise werden uns über Generationen beschäftigen“

  • Lea Marie Kläsener
    vonLea Marie Kläsener
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Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) tritt am Samstag zur Wiederwahl für den Landesvorsitz seiner Partei an. Im Vorfeld hat er unserer Zeitung Rede und Antwort gestanden.

Fulda - „Das vergangene Jahr war ein Schreckensjahr“, sagt Volker Bouffier. Mit dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und dem Hessischen Finanzminister Thomas Schäfer (beide CDU) seien zwei persönliche Freunde gestorben. „Das steckt man nicht einfach so weg.“ Bouffier selbst hatte mit einer Krebserkrankung zu kämpfen, die er mittlerweile überwunden hat. „Dafür bin ich sehr dankbar.“

Die vergangenen Monate seien vom Coronavirus geprägt gewesen, mit dem er von morgens bis abends zu tun habe, sagt Volker Bouffier. Allem voran stehe die Frage: „Wie kriegen wir es hin, achtsam zu bleiben?“ Er plädiere für eine „Rückkehr zu einer verantwortungsvollen Normalität“.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier: Der Hessentag findet auf jeden Fall statt

Konkret schildert der Hessische Ministerpräsident, was das für den Weihnachtsmarkt - etwa in Fulda - bedeutet. Ein Karussell könne sicher „ohne Bedenken aufstellen“, sagt Bouffier. „Auch gerne ein paar Buden“, bei denen man in einem abgesperrten Bereich und mit Kontaktzetteln in weihnachtliche Stimmung kommen könne - ohne Alkohol. Vor allem auf lokaler Ebene müsse man „schauen, was geht“.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier stellte sich den Fragen der Redaktion der Fuldaer Zeitung.

Ähnliche Töne schlägt der Ministerpräsident beim Thema Hessentag an: Der finde im kommenden Jahr - Stand jetzt - „auf jeden Fall“ statt.

In der Corona-Krise setze sich Volker Bouffier klar dafür ein, dass Entscheidungen zu Verschärfungen oder Lockerungen vor Ort getroffen werden. Bundesweite Regelungen seien oft „der größte Unsinn“. „Schnelle und lokale" Entscheidungen seien klug.

Ministerpräsident Volker Bouffier beim Redaktionsgespräch mit der Fuldaer Zeitung.

Volker Bouffier: Kurzarbeitsregelung hat viel abgefedert

Das Land Hessen habe besondere Herausforderungen im Hinblick auf den wirtschaftlichen Einbruch infolge der Corona-Krise. Bei Unternehmen wie Lufthansa, Condor und Fraport seien viele Arbeitsplätze betroffen. Die Unternehmen seien zum Großteil in Kurzarbeit. Dennoch: „Die Wirkung des Einbruchs ist durch die Kurzarbeitsregelung sehr abgefedert.“

Aber Bouffier machte klar: Es werde wohl auch Betriebe geben, „die keine Zukunftschance haben“. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise würden Hessen noch über Generationen beschäftigen.

Volker Bouffier im Gespräch mit Redaktionsmitgliedern und Geschäftsführung der Fuldaer Zeitung.

Was Bouffier von einer möglichen Studie zu Rassismus in der Polizei hält, wie er zu einer Frauenquote in der CDU steht und was er zum Digitalpakt zu sagen hat, lesen Sie im großen Interview in der Samstagsausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper. Auf dem Instagram-Account der Fuldaer Zeitung beantwortet der Ministerpräsident zudem Fragen unserer Follower.

Rubriklistenbild: © Charlie Rolff

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