Foto: Charlie Rolff

Die Vorsaison soll Britannia Eichenzell Mut machen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Eichenzell - 18 Spiele, nur 13 Punkte, Rang 14 in der Verbandsliga Nord. Für die Britannia aus Eichenzell lief die erste Saisonhälfte alles andere als optimal. Doch noch ist nichts verloren: Bei einem Spiel mehr in der Hinterhand hat die Mannschaft von Spielertrainer Heiko Rützel nur sechs Zähler Rückstand, die es auf Hombressen/Udenhausen und somit den sicheren zwölften Platz aufzuholen gilt.

Von unserem Redaktionsmitglied Ralph Kraus

So lief die bisherige Runde

Der Start hätte nicht besser sein können. Mit einem Feuerwerk startete Eichenzell beim in der Höhe sensationellen 5:0 beim CSC 03 Kassel, der als Titelkandidat gehandelt war.

Aufgrund des schweren Programms (im August hatte Eichenzell zwei Mal Spitzenreiter Hünfeld, Hessenliga-Absteiger Flieden, Sand und Weidenhausen) war die Britannia lange zufrieden, zumal die wichtigen Spiele gegen Ehrenberg, Sandershausen und in Körle gewonnen wurden. Doch als sich das Jahr dem Ende entgegen neigte und der Kader immer dünner wurde, ging es steil bergab. Mit nur noch einem Punkt seit Ende September haben sich die Eichenzeller mächtig in die Bredouille gebracht.

So haben die Neuzugänge eingeschlagen

Vor der Runde hat Eichenzell den Umbruch eingeläutet. Allen voran Mikael Avanesian hat eingeschlagen. Mit neun Treffern war der aus Kerzell gekommene Offensivspieler eine entscheidende Stütze. Bis zum 26. Oktober und dem Heimspiel gegen Willingen, in dem er sich die Kreuzbänder riss. Ab diesem Moment hat Eichenzell keinen einzigen Punkt mehr geholt. Ebenfalls eine gute Verstärkung ist Alexander Ganß. Zwei Spiele fehlte der Neue aus Bronnzell, der ansonsten 16 Begegnungen über die vollen 90 Minuten ging.

Eine ähnliche Statistik weist Rudi Wasirow auf. Dem 21-Jährigen, von der SG Rückers aus der Kreisoberliga gekommen, fehlt nur noch ein kleiner Schritt, um auch zwei Spielklassen höher ein ganz wichtiger Spieler zu werden. Wie Wasirow stand auch Mehmet Bagci, der aus Müs geholt wurde, 17 von 18 Spielen auf dem Feld. Je 15 Einsätze haben Aron Loui Jahn (23, kam aus Kerzell) und der erst 20-jährige Tim Ströder (RSV Petersberg) auf dem Buckel. Beiden gehört die Zukunft, sie werden mit der gesammelten Erfahrung aus Fehlern lernen und reifen.

Die Entwicklung im ersten Halbjahr Verbandsliga ist deutlich zu erkennen. Ferhat Yildiz kam aus Johannesberg, war durch seine Erfahrung (spielte schon in Hünfeld, Steinbach und Petersberg) der vermeintlich wichtigste Neuzugang. Diese Ansprüche konnte der 23-Jährige nur selten erfüllen. Sieben Treffer sind zwar eine ordentliche Zwischenbilanz, aber insgesamt ist noch viel Luft nach oben. Der neue Torwart Marcel Röder wurde aus Ehrenberg geholt und schwankt in seinen Leistungen. Ganz wichtig war sein parierter Elfmeter gegen Sandershausen beim Stand von 0:0. Kurze Zeit später hatte Eichenzell drei wichtige Punkte mehr auf dem Konto.

In Erinnerung bleibt

Vor allem über der fulminante Start beim CSC 03. Aber in Erinnerung bleiben auch „dumm“ verlorene Spiele. Ein Beispiel war die 2:4-Heimniederlage gegen Bad Soden, als der FCB bis zur 79. Minute 2:1 führte, aber 90 Sekunden später 2:3 hinten lag und verlor. Auch beim 3:5 in Johannesberg war die Rützel-Elf lange drauf und dran, führte 2:1 und 3:2, um dann in den letzten acht Minuten doch noch den Kürzeren zu ziehen.

Ausblick

Das erste wichtige Zeichen ist gesetzt. Trainer Heiko Rützel wurde mit der Vertragsverlängerung über die laufende Saison hinaus das Vertrauen ausgesprochen. Jetzt kommt es darauf an, ob sich das Lazarett lichtet, ob man gut durch die Vorbereitung kommt und vor allem wie der Start ins Jahr 2020 aussieht. Daheim gegen Körle und Türkgücü Kassel sowie doppelt gegen Melsungen muss gewonnen werden.

Werden diese Pflichtsiege eingefahren und entscheidet die Britannia gegen Sandershausen (Hinspiel 2:0) und Hombressen (2:2) die direkten Vergleiche für sich, könnte es doch noch für den Klassenerhalt reichen. Zumal der FCB im Vorjahr zur gleichen Zeit aus 21 Spielen nur 18 Punkte holte. Die Hoffnungen ruhen auf Leuten wie Lukas Heil, der nach einjähriger Pause zurückkehrt, sowie Neuzugang Benedikt Rützel. Der aus Hosenfeld geholte Stürmer soll die nötigen Tore schießen.

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