Kai Kallenberg (Mitte, mit seiner Frau Jassi Kallenberg) ist neuer Chefarzt an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des Klinikums. / Foto: Sebastian Kircher

Vorschusslorbeeren für den neuen Chefarzt in der Neuroradiologie

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - PD Dr. Kai Kallenberg (46) ist neuer Chefarzt an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des Klinikums Fulda. Er folgt damit auf Professor Dr. Erich Hofmann, der im Juli in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kircher

Neuroradiologen befassen sich mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, des Kopfes und der Wirbelsäule. 19 Jahre lang hatte Erich Hofmann die Klinik geführt. Nach einer kurzen Phase des Übergangs ist nun seit 1. Oktober Kai Kallenberg neuer Chefarzt.

Zur Person

Der 46-Jährige stammt aus Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg, studierte Medizin in Berlin und war als Arzt im Praktikum am Universitätsklinikum Heidelberg tätig. 2003 wechselte Kallenberg an die Universitätsmedizin nach Göttingen, wo er bis 2016 blieb, zuletzt als Oberarzt und Vertreter des Chefarztes. Die vergangenen drei Jahre war Kallenberg leitender Arzt in der Neuroradiologie Asklepios-Kliniken Schildautal in Seesen bei Göttingen. Er gilt als Experte insbesondere für Behandlungen bei Schlaganfällen und Aneurysmen.

„Passt perfekt“

Klinikum-Vorstand PD Dr. Thomas Menzel führte Kallenberg gestern offiziell in sein Amt ein. „Wir sind stolz, dass Sie sich für uns entschieden haben. Sie sind eine echte Verstärkung für unser ärztliches Kollegium“, lobte Menzel den Neuen. Kallenberg passe „perfekt zu uns“. Ihm und seiner Frau Jassi rief der Vorstand zu: „Herzlich willkommen in Fulda.“ Gleichzeitig versicherte er dem neuen Direktor, dass der Vorstand ihn nach Kräften unterstützen werde.

Das Gerhin beim Sporttauchen

Dass Fulda mit Kallenberg einen guten Fang gemacht hat, davon ist auch Professor Dr. Michael Knauth überzeugt. Er ist ehemaliger Leiter der Abteilung für Neuroradiologie an der Universitätsmedizin Göttingen – also Kallenbergs früherer Chef. „Ich gratuliere dem Klinikum Fulda zu dieser Auswahl“, sagte Knauth. Zur Einführung seines Ex-Kollegen hielt er einen Vortrag zum Thema „Das Gehirn in dicker und dünner Luft“. Dabei beschäftigte sich Knauth mit der Frage, wie sich das Gehirn in Extremsituationen verändert – etwa beim Sporttauchen oder Bergsteigen.

Der Mediziner berichtete von einer Forschungsreise nach Spitzbergen, wo er auf Einladung des Norwegischen Polar-Instituts untersuchte, wie sich das Tauchen auf Gehirne von Robben auswirkt. Später analysierte er – unter gemeinsam mit Kallenberg – Patienten, die beim Bergsteigen zusammengebrochen waren und unter Höhenhirnödem oder akuter Bergkrankheit litten. Knauth wünschte seinem ehemaligen „Schüler“ alles Gute.

„Große Fußstapfen“

Kallenberg dankte den Rednern für die Vorschusslorbeeren – und fand selbst lobende Worte für seinen Vorgänger: „Man kann Erich Hofmann mit Fug und Recht als einen Silberrücken der deutschen Neuroradiologie bezeichnen. Die Fußstapfen, in die ich trete, sind sehr groß.“ Ebenso dankte er für den freundlichem Empfang in Fulda: „Ich bin hier extrem nett, freundlich und hilfsbereit aufgenommen worden. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das war mir eine große Hilfe.“

Die Einführung wurde musikalisch von Johannes Schubert an der Zither begleitet.

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