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Seit Mittwoch ist der Radweg zwischen Gläserzell und Maberzell gesperrt, da dort Waldarbeiten stattfinden.

Radweg gesperrt

Waldarbeiten zwischen Gläserzell und Maberzell: Der Borkenkäfer muss raus

  • Sebastian Kircher
    vonSebastian Kircher
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Seit Mittwoch ist der Radweg zwischen Gläserzell und Maberzell gesperrt, da dort Waldarbeiten stattfinden. Doch nicht jeder Radler und Fußgänger hält sich an die Sperrung – was für Probleme sorgt.

Gläserzell/Maberzell - Dem Wald in der Region geht es nicht gut. Die lange Trockenheit, die sich mittlerweile seit Jahren hinzieht, schwächt die Bäume. Sie sind anfälliger für den Befall von Borkenkäfern. „Normalerweise können Bäume Harz produzieren, um Schädlinge wie den Borkenkäfer abzuwehren. Doch ohne Wasser gibt es auch kein Harz“, erklärt Eva Schödel, Leiterin des Reviers Großenlüder, das zum Forstamt Fulda gehört.

Das Waldgebiet am Radweg, der Gläserzell und Maberzell verbindet, ist Teil von Schödels Revier. Dort wird der Schaden, den der Borkenkäfer anrichtet, besonders deutlich. „Entlang des Radweges befinden sich viele beschädigte Fichten. Sie könnten bei Sturm umstürzen und Radfahrer verletzen“, sagt die Revierleiterin. David Nöllenheidt, Leiter des Forstamts Fulda, fügt an: „Es ist höchste Eisenbahn, dass wir eingreifen.“ Die befallenen Bäume zu fällen, sei auch eine Art des Waldschutzes: „Aus einer Fichte können bis zu 100 000 Borkenkäfer krabbeln – und dann den nächsten Baum angreifen.“

Waldbesitzer bleiben auf Schaden sitzen

Deswegen ist der Radweg seit Mittwoch gesperrt. Waldarbeiter sind dort unterwegs, um die 70 Jahre alten Bäume zu beseitigen. Im Einsatz ist auch ein Harvester, der die Stämme vor Ort zerlegt. „Das Holz ist leider nur noch als Palettenholz zu verwenden, das derzeit keine hohen Preise erzielt. Es kostet mehr, diese Bäume herauszuholen und den Weg zu sperren, als mit dem Verkauf erzielt werden kann“, sagt Eva Schöler. Auf dem finanziellen Schaden bleiben die drei privaten Waldbesitzer sitzen, denen die Flächen am Radweg gehören.

Voraussichtlich noch bis Mitte nächster Woche dauern die Arbeiten an, schließlich müssen insgesamt etwa 350 Bäume gefällt werden. So lange muss auch der Weg gesperrt werden. „Leider gibt es immer wieder Radfahrer und Fußgänger, die die Sperrung ignorieren“, sagt Schödel. Das sei unvernünftig und leichtsinnig: „Es herrscht Lebensgefahr, wenn Bäume bei den Fällarbeiten auf den Weg stürzen. Und gerade Radfahrer tauchen so schnell auf, dass die Waldarbeiter sie nicht rechtzeitig wahrnehmen können.“

Große Kahlflächen werden zurückbleiben

Außerdem müssten dadurch die Arbeiten unterbrochen werden – die Folge könnte sein, dass die Sperrung noch länger aufrecht erhalten werden muss. Das Forstamt bittet deshalb darum, die Sperrung ernst zu nehmen und Umleitungen zu nutzen.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden vorerst große Kahlflächen zurückbleiben. „Der Weg wird einen anderen Charakter haben, aber der Wald geht nicht verloren“, versichert Schödel. Denn es handelt sich um einen Mischwald, in dem neben der Fichte auch Bäume stehen, die klimaresistenter und damit nicht anfällig für den Borkenkäfer sind – etwa Eichen. Ewig wird es die Freiflächen zudem nicht geben: Das Forstamt setzt auf eine sogenannte Naturverjüngung, also dass die Bäume, die übrig bleiben, durch ihre Samen neue Pflanzen entstehen lassen.

Seit Mittwoch ist der Radweg zwischen Gläserzell und Maberzell gesperrt, da dort Waldarbeiten stattfinden.
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