Der Barfußpfad in Hofbieber ist seit dieser Woche gesperrt. Grund: Schäden an den Bäumen. Foto: Rainer Ickler

Wanderwege in Hofbieber und an Milseburg gesperrt – Gefahr durch geschädigte Bäume

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hofbieber/Milseburg - Nach dem Wanderweg Extratour im Bereich der Mottener Haube sind jetzt auch der Barfußpfad oberhalb von Hofbieber und der Wanderweg 2 um die Milseburg herum gesperrt worden. Der Grund: die Gefahr von herabfallenden Ästen aufgrund kranker Bäume, die unter der Trockenheit leiden.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Der Hofbieberer Bürgermeister Markus Röder (parteilos) informierte am Donnerstag in der Sitzung der Gemeindevertretung darüber. Teilweise seien armdicke Äste schon auf den Weg durch den Barfußpfad gefallen. Die Gefährdung für Spaziergänger und Nutzer dieses Weges sei so groß, dass man sich zusammen mit dem zuständigen Forstamt Hofbieber und der Oberen Naturschutzbehörde zur Sperrung gezwungen gesehen habe.

„Die Sicherheit der Menschen hat eindeutig Vorrang“, sagte Röder.

Buchen haben unter Trockenheit gelitten

„Bei den geschädigten 20 Bäumen handelt es sich um Buchen, die innerhalb von nur wenigen Wochen stark unter Trockenheit gelitten haben“, sagt der Hofbieberer Forstamtsleiter Florian Wilshusen. Er hat die Erfahrung gemacht, dass die Schäden in den vergangenen zwei Monaten rasant angestiegen sind.

Durch die Trockenheit gestresste Bäume würden durch Pilze befallen. Dadurch könnten unvermittelt Äste abbrechen und herunterfallen. Selbst das Fällen mit Motorsägen sei zu gefährlich, weil die Bäume sehr brüchig seien. Das sei nur mit Spezialtechnik möglich, sagt der Forstamtschef.

Menschen vor Gefahr schützen

Auch der Wanderweg Nummer 2, der durch die Kernzone um die Milseburg herum führt, muss wegen der akuten Gefährdung der Wanderer gesperrt werden. Dafür ist der Naturpark Rhön zuständig.

„Wir haben eine Verkehrssicherungspflicht, um Menschen vor Gefahren zu schützen“, erklärt Naturpark-Geschäftsführer Torsten Raab. „Wir suchen nun nach Lösungen.“

Entweder es können alternative Routen angeboten werden oder aber die Bäume, von denen Gefahren wie herunterfallende Äste ausgehen, müssten gefällt werden. Dies sei aber in der Kernzone nur mit Erlaubnis der Oberen Naturschutzbehörde möglich, verdeutlichte Raab eine Problematik.

Sperrungen seien keine Ausnahmen

Die Sperrungen von nunmehr drei Wanderwegen in der Region Fulda sei keine Ausnahme. Bei einer Tagung mit Kollegen aus den hessischen Naturparks hätten diese auf vermehrte Sperrungen aufgrund der Trockenheit und der darunter leidenden Bäume hingewiesen, erzählt Geschäftsführer Raab.

Die Forstämter werden in den kommenden Wochen mit Hessen Mobil Kontrollen an Straßen und Wanderwegen vornehmen, ob die Bäume noch gesund sind, damit Menschen gefahrlos wandern und Auto fahren können.

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