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Warnstreik der Busfahrer trifft Schüler zum Ferienstart nicht stark – Busse fahren wieder

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Der von der Gewerkschaft Verdi organisierte Warnstreik der Busfahrer hat die Schüler in der Region entgegen anderer Befürchtungen nicht besonders stark betroffen, obwohl hunderte Linien- und Schulbusse ausfielen.

Am Freitag haben die Herbstferien begonnen und alle Schüler in und um Fulda hatten nach der dritten Stunde Schule aus. Normalerweise wären daraufhin die Bushaltestellen von Schülern überfüllt gewesen. Am Freitag jedoch nicht. Viele Schüler wurden von ihren Eltern in die Schule gebracht und abgeholt. Nur wenige blieben zu Hause.

„Zehn Schüler haben heute gefehlt“, sagte Stephen Flicker, Schulleiter des Marianums, auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch sonst hatte es keine größeren Probleme in Form von Chaos vor den Schulen gegeben, wie Flicker mitteilte. „Wir weisen die Eltern immer darauf hin, dass sie ihre Kinder in den Seitenstraßen abholen und aussteigen lassen sollen, da es sonst einen Engpass vor der Schule gibt.“

Automatisch als entschuldigt gezählt

Auch auf das Bildungsunternehmen Dr. Jordan hatte der Streik keine großen Auswirkungen, obwohl diese keine Informationen über den Streik hatten, wie Peter Vater, stellvertretender Direktor, mitteilte. „Es sind nur vereinzelte Schüler zu spät gekommen und nur wenige gar nicht“, sagte Vater.

Da die meisten Schüler schon erwachsen sind, würden diese mit dem Auto kommen und seien nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Auch die Grundschüler würden von den Eltern gebracht. „Bis jetzt riefen noch keine Schulen an“, sagte Stephan Schmitt, Schulamtsleiter, am Freitagmorgen gegen 10 Uhr. Schüler die nicht in die Schule kamen, zählten automatisch als entschuldigt.

Auch Bergwinkel vom Streik betroffen

Nach Angaben der RhönEnergie Fulda hatten sich am Freitag auch rund 200 Busfahrer der Verkehrsbetriebe der RhönEnergie Fulda einem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi angeschlossen. Dadurch konnten in der Stadt und dem Landkreis Fulda sowie in der Stadt Bad Hersfeld die Linien nicht bedient werden.

Im Linienbündel Bad Hersfeld-Ost (Gemeinden Philippsthal, Heringen, Friedewald, Hohenroda und Schenklengsfeld) konnten die Busse dagegen ohne Einschränkungen fahren. Im Linienbündel Bergwinkel im Main-Kinzig-Kreis (Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern, Steinau an der Straße und Sinntal) konnten etwa die Hälfte der planmäßigen Fahrten stattfinden.

RhönEnergie: Keine weiteren Streikaufrufe

„Aktuell sind uns keine weiteren Streikaufrufe bekannt“, schloss die Pressestelle der RhönEnergie Fulda eine entsprechende Pressemitteilung am Freitag. „Wir gehen darum derzeit davon aus, dass der Busverkehr ab Samstag wieder planmäßig läuft.“ Hintergrund des Streiks sind Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO). / sar

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