Foto: Charlie Rolff

Wasserball: Hinten undicht, vorne zu wenig Druck

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Aus dem erhofften dritten Saisonsieg der Wasserfreunde Fulda in der 2. Wasserball-Bundesliga Süd wurde nichts – am Samstag gab es eine 10:15 (3:4, 2:4, 3:2, 2:5)-Heimniederlage gegenden VfB Friedberg. Die Gastgeber boten nach zweimonatiger Punktspielpause keine zufriedenstellende Leistung.

Von unserem Redaktionsmitglied Harry Wagner

Während Kapitän David Horvath davon sprach, dass die Erkältungswelle der letzten Wochen nicht spurlos an der Mannschaft vorüber gegangen sei und man darüber hinaus den Friedbergern gerade im ersten Viertel einige Tore geschenkt habe, sah Trainer Raul de la Pena grundlegendere Defizite: „Die jungen Spieler schwimmen in der Abwehr einiges ab und sind sehr aufmerksam. Aber sie treffen vorne nicht“, hat der Coach beobachtet. Umgekehrt verhalte es sich mit den erfahreneren Akteuren.

Und so kommt ein solches Ergebnis zustande: 15 Gegentreffer durch eine keinesfalls überragende Friedberger Mannschaft und in der eigenen Offensive zu wenig Durchsetzungsvermögen und Selbstvertrauen. „Wir fahren unglaublich viele Angriffe, aber zu selten fällt dabei ein Tor“, bemerkt de la Pena.

Ersten drei Angriffe blieben erfolglos

Seine Youngster tun sich schwer gegen erfahrene Recken, wie sie die Wetterauer in ihren Reihen haben und lassen sich zudem von einer körperbetonten Spielweise noch zu sehr einschüchtern. „Vielleicht sollte ich die Jungen trotzdem öfters ins Wasser lassen“, so der Coach, der es vermeiden will, die erfahrenen Akteure in den Reihen der WFF zu überfordern.

Die ersten drei Angriffe der Fuldaer im Hessenderby vor einer ansprechenden Kulisse – zu Gast war unter anderem die Sportklasse der Wigbertschule Hünfeld – blieben erfolglos. Zu inkonsequent gingen sie mit den Chancen um. Nur einmal, beim Stand von 3:2, führten die Gastgeber, ansonsten mussten sie stets der Musik hinterher rennen. Trotzdem hätten sie dafür sorgen können , dass es noch einmal eng wird.

Persönliche Erfolgserlebnisse

Als es 5:7 hieß, vergab Horvath per Fünfmeter die Chance zum 6:7. Und als das letzte Viertel angepfiffen wurde, hatte Fulda den Ball und die Möglichkeit zum 9:10. Ein miserabler Pass leitete allerdings einen Konter ein, den die Friedberger zur 11:8-Führung nutzten. Die Wasserfreunde waren danach nicht mehr in der Lage, zuzusetzen.

Auch wenn’s am Ende wenig nutzte, hatten zwei Fuldaer zumindest persönliche Erfolgserlebnisse: Torhüter Konstantin Wolgin hielt, was zu halten war – und sogar noch einiges mehr. Und Rückkehrer Leon Schmitt durfte sich über fünf Treffer freuen.

WF Fulda: K. Wolgin; Möller, Ph. Purkl (1 Tor), Pa. Purkl, Wiegand, Bary (1), Schmitt (5), Horvath (2), Hartung, Jestädt (1), Brehl, Schüler, M. Wolgin.

Schiedsrichter: Winfried Horsch/ Ralf Lauer (Schweinfurt/Ludwigshafen). Zuschauer: 150.

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