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Wasserschaden: Sporthalle des Marianums gesperrt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Seit Anfang des Schuljahres ist die Turnhalle des Marianums aufgrund eines Wasserschadens gesperrt. Der Sportunterricht an der Schule findet trotzdem statt.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Die vorübergehende Sperrung der erst acht Jahre alten Halle wiegt am Marianum schwer, schließlich können in der Sportstätte drei Schulklassen gleichzeitig unterrichtet werden. Zudem bietet die Schule eine Sportstunde in der Woche mehr an, als es das Land vorschreibt. Unterricht ausfallen musste aber wegen des Wasserschadens nicht. Gelegentlich wurde aber die dritte Stunde gestrichen.

15.000 Liter Wasser unterm Boden

Was war passiert? Beim jährlichen Rundgang am Schuljahresbeginn fiel den Verantwortlichen des Marianums auf, dass sich unter dem Hallenboden eine große Menge Wasser gesammelt hat. Der Geschäftsführer des Trägers, der Marianum GmbH, Winfried Engel, spricht von 15 bis 20 Kubikmeter Wasser, das entspricht 15.000 Litern. „Wir haben daraufhin sofort die Halle gesperrt, denn die Sicherheit unserer Schüler geht natürlich vor“, betont Engel. Der Boden wurde daraufhin abgetragen, das Wasser abgepumpt. Doch die Sanierung der Halle konnte noch nicht in Auftrag gegeben werden, denn niemand kennt die Ursache für den Wasserschaden.

Architekt Berthold Möller, der urlaubsbedingt keine Stellung beziehen konnte, sowie mehrere Sachverständiger, die von der Schule eingeschaltet wurden, konnten den Grund für das Auftreten des Wassers in der Halle nicht ermitteln. „Dass wir die Ursache für den Schaden nicht kennen, ist das größte Problem. Denn sollten wir mit den Bauarbeiten beginnen, bleibt die Unsicherheit, dass das Wasser wieder kommt“, erklärte Engel. Zudem werde der Grund des Schadens benötigt, damit die Versicherung für die Sanierung zahlt.

Schule muss vielleicht selbst zahlen

Der Schaden beläuft sich laut Engel auf einen kleinen sechsstelligen Betrag. Sollten die Ursachen nicht gefunden werden, müsste die Schule die Kosten wohl aus eigener Kraft stemmen, die finanziellen Mittel seien vorhanden, versichert Engel. Entsprechende Baufirmen seien bereits informiert und könnten jeder Zeit mit den Arbeiten beginnen. Denn die Sportstätte sollte schnellstmöglich wieder genutzt werden können.

Die Verantwortlichen informierten sofort die Schüler- und Elternschaft, um Transparenz zu schaffen. „Die Beteiligten haben Verständnis und Interesse signalisiert“, sagte Engel. Bis jetzt konnte das Marianum den Verlust der Sporthalle auch gut auffangen und zeigte sich in der Findung der Alternativen des Sportunterrichts kreativ, denn ausfallen sollen der Unterricht nicht.

Ins Schwimmbad und ins Freie ausgewichen

„Zum Glück war das Wetter bis zum Herbst sehr gut, weshalb die gesperrte Halle gar nicht ins Gewicht gefallen ist“, blickt Stefan Zeier, stellvertretender Schulleiter, auf den im Freien abgehaltenen Unterricht. Die Sportlehrer seien ins Schwimmbad gegangen, hätten die Sportanlage unterhalb der Halle genutzt oder seien mit den Schülern in der Rhön Fahrrad gefahren.

Nun aber kommt die kalte Jahreszeit und die Privatschule steht vor einer Herausforderung. Alternative Sporthallen stünden vormittags nicht zur Verfügung. Teilweise könne das Marianum an die benachbarten Ferdinand-Braun- oder Eduard-Stieler-Schule ausweichen, ein Teil der Sportstunden würden in die neue und alte Aula ausgelagert. In der Oberstufe werden zudem die Schüler alternativ in der Sport-Theorie unterrichtet. Dennoch steht der Bildungsstätte noch die alte, kleine Turnhalle zur Verfügung, in der aber nur eine Klasse unterrichtet werden kann. Dort wird zum Beispiel der Sport-Leistungskurs des Marianums unterrichtet, der mit Blick auf das anstehende Abitur Priorität genießt.

Durch den Wasserschaden ist aber nicht nur das Marianum betroffen, denn auch Sportvereine trainieren in der acht Jahre alten Halle und müssen sich eine Alternative suchen.

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