Foto: Ausbildungsverbund

Wegen Corona-Krise: Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel kämpft ums Überleben

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

HILDERS - Die Corona-Krise hat die Region fest im Griff. Auch der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel ist von der Krise betroffen. In einer Pressemitteilung heißt es, er kämpfe aktuell ums Überleben.

„Täglich über 500 frische Essen aus regionalen Produkten für die Schulen und Kitas im Ulstertal rund um Hilders bis nach Hofbieber und Dipperz, das war bis vor kurzem noch unser tägliches Geschäft“, so Sandra Limpert, Chefin des Handwerkerhofs in Hilders, wo der Ausbildungsverbund seine Ausbildungs- und Lehrküche betreibt.

Nur noch 50 Essen pro Tag

„Mit der Schließung aller Schulen und Kitas ist unser Geschäft von heute auf morgen weggebrochen. Jetzt produzieren wir täglich nur noch knapp 50 Essen, um einige Senioren im Ulstertal zu versorgen“, so Limpert weiter.

Der Vorstand des Ausbildungsverbundes, Dr. Herbert Büttner, Günter Stehling und Dieter Lomb, hat nun erst einmal die meisten Mitarbeiter nach Hause geschickt, um Überstunden abzufeiern. „Spätestens ab April werden wir Kurzarbeit beantragen müssen“, so Lomb.“

Auszubildenen nicht betroffen

Nicht davon betroffen sind unsere Auszubildenden, denn der Ausbildungsbetrieb muss trotz Auftragsmangels regulär weiterlaufen. Gerne würden wir aber jetzt in der Krise unsere Kapazitäten nutzen, um noch mehr Senioren täglich mit Essen zu versorgen.

Lieferservice denkbar

Auch die Nutzung der Auslieferungsfahrzeuge für die Versorgung von Menschen mit Lebensmitteln, die momentan nicht ihre Wohnung verlassen können, wäre denkbar“, so Lomb weiter. Günther Stehling hat deshalb im Ulstertal einen Aufruf gestartet, der von allen drei Bürgermeistern unterstützt wird. Betroffene Bürger, die momentan nicht das Haus verlassen können oder dürfen, können die Hilfe des Ausbildungsverbundes in Anspruch nehmen.

Zentrale Rolle

Mittlerweile hat der Ausbildungsverbund eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Schulen und Kindergärten in der Region eingenommen. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Herbert Büttner, bleibt optimistisch: „Wir werden ums Überleben kämpfen (müssen), denn Schulen und Kindergärten müssen ja auch nach Corona mit Essen versorgt werden. Die gute Idee, dies mit frischen Produkten aus der Region zu tun, darf auf keinen Fall untergehen“, so Büttner.

Das könnte Sie auch interessieren