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Weggefährte und Mentor: Fuldas Ärzte trauern um Klinikum-Kardiologen Bernd Plappert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Der langjährige Klinikum-Arzt Dr. Bernd Plappert ist gestorben. Der plötzliche Tod des Kardiologen löst unter Fuldas Ärzten große Anteilnahme aus.

Am 1. Januar ist Plappert gestorben – plötzlich und unerwartet. Er wurde 63 Jahre alt. Am Samstag findet in Dietershausen die Trauerfeier statt. Im Ort und unter Plapperts Kollegen ist die Anteilnahme groß. „Die Kirche wird sicher nicht allen Platz bieten können, die Abschied nehmen wollen“, sagt Dr. Roman Veith, ein guter Freund des Verstorbenen und ärztlicher Leiter der KfH-Nierenzentren Bad Hersfeld und Rotenburg.

„Wir sind tief betroffen“

Am Fuldaer Klinikum, an dem Plappert seit 1987 tätig war, hat sein Tod Bestürzung ausgelöst. „Wir sind tief betroffen vom Tod unseres Kollegen. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Familie“, erklärt Vorstand Dr. Thomas Menzel. Plappert war seit 1995 Oberarzt im Bereich der Kardiologie. Der Direktor der Medizinischen Klinik I, Professor Volker Schächinger, hebt neben Plapperts fachlicher Kompetenz vor allem dessen Einfühlungsvermögen und Menschlichkeit hervor. „Als Oberarzt und Mentor für die jüngeren Kollegen hinterlässt er eine große Lücke in unserem Team.“

Kollegen schalten Traueranzeigen

In den vergangenen Tagen sind viele Traueranzeigen für Plappert geschaltet worden und Nachrufe erschienen. Weggefährten und zahlreiche Vertreter der Fuldaer Ärzteschaft tauchen dort auf – darunter auch die Ärzte des MVZ Altstadt-Carree um Michael Conze. „Ich habe mehr als 30 Jahre lang mit Bernd Plappert Medizin gemacht. Er verfügte über ein sehr breites Wissen, das er mit großem Engagement an jüngere Kollegen und Studenten weitergegeben hat“, berichtet Conze.

Plappert war ein Mentor

Nahezu alle Ärzte, die in der Region internistisch tätig seien, seien „durch Bernd Plapperts Hände gegangen“, so Conze. Daher werde dieser in mehreren Nachrufen auch als „Mentor“ bezeichnet.

Aber nicht nur junge beziehungsweise angehende Ärzte hätten von Plapperts Wissen –und seinem Wesen – profitiert, sondern auch die Patienten. „Er war belesen und gebildet, aber eben auch ein sehr bodenständiger Rhöner Jung, der mit den Patienten schon einmal auf Platt geredet hat, wenn es helfen konnte“, sagt Conze.

Große Bescheidenheit

„So jemanden wie ihn gab es sonst nicht“, erklärt Plapperts Freund und Weggefährte Veith. Bernd Plappert sei in allem was er tat sehr bescheiden gewesen. Er habe nie die große Öffentlichkeit gesucht, aber sehr viel bewirkt – am Klinikum, in seinem Umfeld in Dietershausen, aber beispielsweise auch bei der Betreuung von Flüchtlingen auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise. / zen

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