Ein solches Bild wird es dieses Jahr nicht geben: Der Weihnachtsmarkt in Ehrenberg-Wüstensachsen, der sonst immer am dritten Adventssonntag viele Besucher anlockt, ist bereits komplett abgesagt worden.
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Ein solches Bild wird es dieses Jahr nicht geben: Der Weihnachtsmarkt in Ehrenberg-Wüstensachsen ist bereits komplett abgesagt worden.

Ungewohnter Advent wegen Corona

Keine Weihnachtsmärkte in der Rhön: Gemeinden suchen nach Alternativen

  • Jessica Vey
    vonJessica Vey
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Einen Weihnachtsmarkt im klassischen Sinne – mit Glühweinbuden, Grillwürstchen-Stand und einem Nikolaus, der Geschenke verteilt – den wird es in der Rhön dieses Jahr nirgends geben. 

Rhön - Während in Fulda noch keine Entscheidung gefallen ist, ob der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr trotz Coronavirus stattfindet oder nicht, wird es in der Rhön einen Weihnachtsmarkt im klassischen Sinne nicht geben.

Weihnachtsmarkt in Ehrenberg findet nicht statt - „Größere Veranstaltungen machen keinen Sinn“

Die Gemeinde Ehrenberg hat bereits die Komplett-Absage entschieden: Dort wird im und rund um das Bürgerhaus am dritten Advent dieses Jahres kein Weihnachtsmarkt stattfinden. Das teilt Bürgermeister Peter Kirchner (parteiunabhängig) unserer Zeitung mit. „Den Weihnachtsmarkt, wie wir ihn kennen, mit zum Teil engen Durchgängen im Bürgerhaus, mit Musik, ausgelassener Stimmung und auch Glühwein, ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen kaum vorstellbar und schwer durchführbar. Würde man alle Corona-Kriterien erfüllen, bliebe vom Charakter des Weihnachtsmarktes zu wenig übrig.“ Gesellschaft und Gemeinschaft zu pflegen, sei wichtig. „Aber größere öffentliche Veranstaltungen, die möglicherweise viele Besucher anziehen, machen derzeit keinen Sinn.“

Gersfeld sagt Weihnachtsmarkt ab - denkt aber über Alternative nach

Auch in Gersfeld hat man sich bereits Gedanken über den Weihnachtsmarkt gemacht, der dort am Marktplatz jedes Jahr am zweiten Advent viele Besucher - auch über Gersfeld hinaus - anlockt. „Einen klassischen Markt wird es aus Gründen des Infektionsschutzes und der Infektionsprävention in Gersfeld nicht geben“, erklärt Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) auf Nachfrage. „Wir werden überlegen, ob es eine weniger infektionsriskante Alternative geben kann. Ein Konzert, vielleicht etwas für Kinder, wäre vielleicht möglich“, sagt der Bürgermeister

Licht´lmarkt in Hilders kann nicht stattfinden - Beratung über alternative Veranstaltung

Der so genannte Licht’lmarkt in der Marktgemeinde Hilders wird normalerweise am ersten Advent vor und im Ulstersaal gefeiert: Ein umfangreiches Programm wird geboten, unter anderem verteilt dort die „Heilige Luzia“ Geschenke an die Kinder. All das kann in dieser Form wohl nicht stattfinden. Aber: „Wir suchen nach Alternativen“, erklärt Gerhard Weber, der Vorsitzende des Gewerbevereins, auf Nachfrage. Der Verein wird darüber am Montag, 14. September, in einer Sitzung beraten.

Poppenhausen sucht ebenfalls nach Alternativen für den Weihnachtsmarkt

Eine Alternative sucht auch Poppenhausen. Seit 30 Jahren findet dort der Weihnachtsmarkt am ersten Advent auf dem historischen Marktplatz statt - aber nicht in diesem Jahr. „Wegen der steigenden Infektionszahlen, der Erkältungszeit in den Wintermonaten und dem Gefährdungspotential, insbesondere am Glühweinstand, wird der Weihnachtsmarkt 2020 in der gewohnten Form leider nicht stattfinden. Wir sagen den bereits angemeldeten Standbetreibern ab“, sagt Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) unserer Zeitung. „Das ist schade, aber ohne Glühweinstand fällt ein themenbezogenes Hauptangebot des Weihnachtsmarktes weg.“

Als Alternative sei man in den Planungen für ein vorweihnachtliches Konzert auf dem Marktplatz, der Musikverein Cäcilia sei angefragt worden, und es gebe weitere Ideen für die Gestaltung. Die Anzahl der Teilnehmer würde auf maximal 100 beschränkt.

Noch keine abschließende Entscheidung wegen Tanner Klasmarkt: Tanner beraten sich noch

„Wir haben vor Kurzem im Vorstand des Tanner Gewerbevereines darüber gesprochen, aber noch keine abschließende Entscheidung getroffen“, erklärt der Tanner Bürgermeister Mario Dänner (parteilos). Dort gibt es im Advent den Klasmarkt. Der Bürgermeister betont, „dass der Tanner Klasmarkt, wie wir ihn seit Jahrzehnten kennen und mögen, in Zeiten von Corona nicht darstellbar ist“. Deshalb überlegen die Verantwortlichen in Tann, eine alternative Veranstaltungsform zu wählen. „Denkbar ist beispielsweise ein kleines Adventskonzert am Marktplatz oder Ähnliches. Hierüber werden wir in der nächsten Vorstandssitzung gemeinsam beraten und eine Entscheidung treffen“, so Dänner.

Lesen Sie hier: Weihnachtsmarkt Fulda: Standbetreiber sieht seine Existenz bedroht - „Absage wäre fatal“

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