Fotos: Ottmar Schleich

Weltmeisterin Boy so schnell wie 2019 noch keine

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Um 14.40 Uhr gingen gestern die letzten Schwimmer ins Wasser, 80 Minuten später war das Sportbad Ziehers wieder picobello aufgeräumt. Das sagt schon einiges über die gute Organisation aus, mit der die Wasserfreunde Fulda das Mammut-Schwimmfest um den 31. Dompfaff-Pokal über die Bühne gebracht hatten.

Von unserem Redaktionsmitglied Harry Wagner

Drei Tage, rund 450 Schwimmer mit knapp 3000 Starts, insgesamt gut 24 Stunden Wettkampfsport – das musste erstmal bewältigt werden. „Wir haben es gut hingekriegt, mein Fazit der Veranstaltung ist komplett positiv“, betont der Wasserfreunde-Vorsitzende Erik Bott. Neben einer gut vorbereiteten Sportanlage war das WFF-Orgateam auch um das entsprechende Drumherum bemüht. Zum Aufenthaltsort für die Schwimmer zwischen den Wettkämpfen wurde die benachbarte Turnhalle umfunktioniert – inklusive laufendem Ergebnisservice, der an die Wand gebeamt wurde.

Verpflegung und Unterhaltung

Die RhönEnergie hatte den Wasserfreunden das Bad für das Event kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Zeitnehmer wurden durch die Stadt Fulda finanziert. Sportler und ihr Anhang bekamen Grillwürstchen, belegte Brötchen, Kuchen sowie kalte und heiße Getränke angeboten. Ein Physioservice stand bereit. Zudem hatte Sponsor Aqua Sports einen Stand mit Bademoden aufgebaut. Hallensprecher Jonas Simon vom Hessischen Schwimmverband moderierte souverän durch die Veranstaltung. Zur Auflockerung gab es dann noch eine Vorführung der WFF-Synchronschwimmgruppe unter Doris Höhne und Gundel Schlösser, die viel Beifall erhielt.

Top-Leistungen

Die äußeren Bedingungen passten, und das animierte vielleicht einige zu Top-Leistungen. So zum Beispiel Lea Boy: Die Würzburgerin, die bei der WM 2019 in Gwangju mit der deutschen Freiwasser-Mixedstaffel die Goldmedaille geholt hatte, schwamm über 1500 Meter Freistil nicht nur einen Bahnrekord fürs Sportbad Ziehers, sondern eine deutsche Jahresbestleistung: Sie gewann das Finale der Offenen Wertung in 16:08,22 Minuten. Auch stark: die 50,09 von Nikita Rodenko (SG Mittelfranken) über 100 Meter Freistil – eine Zeit, mit der er 2019 unter den Top 20 in Deutschland liegt.

Wasserfreunde Zweite in Mannschaftswertung

In diesem Offenen Finale gab es auch die sportlich wertvollste Leistung der Wasserfreunde Fulda – sie wurden Zweite der Mannschaftswertung hinter Hofheim – zu bewundern: Casian Zakota wurde Fünfter. „Die 51.77 Sekunden, die er geschwommen ist, würde ich schon höher bewerten als alles andere“, sagt WFF-Trainer Marco Jabien, der nicht nur als Trainer am Beckenrand saß und seine Schützlinge betreute, sondern bei Auf- und Abbau fleißig mit anpackte. In die Offenen Finals kamen aus Fuldaer Sicht auch noch Alena Hennl (5., 1:06,80) und Alice Kremser (7., 1:08,86) über 100 Meter Schmetterling, Conrad Martin über 100 Meter Brust (5. in 1:05,43) sowie Jonas Runge über 100 Meter Rücken (6. in 1:01,12).

Mehr als 90 Prozent mit persönlicher Bestzeit

Zudem erreichten sechs Nachwuchskräfte die Jugendfinals: Annika Fleck, Mailin Bednarek, Emilia Gajda, Janoah Gremm und Danil Meister über 100 Meter Lagen sowie Emil Kelberer über die doppelte Distanz. „Wir hatten die ganze Woche Trainingslager. Alle waren ziemlich platt“, bewertet Jabien die Leistung seiner Schützlinge, denen der ganz große Coup zwar nicht gelang, die sich aber dennoch freuen konnten: „Über 90 Prozent unserer Schwimmer haben persönliche Bestzeiten abgeliefert“, weiß WFF-Chef Erik Bott.

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