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Weniger Einbrüche, mehr Cybercrime: Die Kriminalstatistik in Osthessen 2019

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Das Polizeipräsidium Osthessen verteidigt seinen Spitzenplatz: Mit einer Aufklärungsquote von 69,6 Prozent sind die osthessischen Polizisten die besten in Hessen. Die Gesamtzahl der Verbrechen ist in Osthessen gleich geblieben – es gibt aber große Unterschiede bei den Deliktsfeldern.

Die Statistik wurde am Dienstag von Polizeipräsident Günther Voß, dem Leiter der Kriminaldirektion Daniel Muth und Pressesprecher Dominik Möller vorgestellt. Die wichtigste Nachricht, so Voß: „Osthessen ist eine der sichersten Regionen Hessens.“ 18.055 Straftaten wurden im vergangenen Jahr in den Landkreisen Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg registriert – vier mehr als im Vorjahr. Dafür ist die Aufklärungsquote um knapp zwei Prozentpunkte gestiegen.

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Rückgang bei Straßenkriminalität

Besonders erfreulich ist der Rückgang bei der Straßenkriminalität wie Diebstahl oder Sachbeschädigung (insgesamt 2405). Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt seit Jahren kontinuierlich: Waren es 2014 noch fast 400 Einbrüche in der Region, lag die Zahl 2019 bei nur noch 224. „Und bei etwa 100 davon ist es beim Versuch geblieben. Das zeigt, dass die Bürger schon mit wenigen Maßnahmen ihre Wohnung sicher machen können“, sagte Voß. Zudem trage die Aufklärungsarbeit der Polizei in dem Bereich Früchte.

Anstieg bei Internetkriminalität

Einen deutlichen Anstieg von 1133 auf 1704 Fälle gibt es hingegen bei der Internetkriminalität. „Das wird auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen, da die Digitalisierung unser Leben durchdringt“, ist Muth sicher. Hier will die Polizei insbesondere bei Jugendlichen ansetzen. „Bei jungen Menschen herrscht oft Unklarheit, was alles strafbar ist. Da werden zum Beispiel in Chatgruppen verfassungsfeindliche Symbole verbreitert“, machte Voß deutlich. Im Juni soll eine Kampagne mit Stadt und Landkreis Fulda sowie dem Schulamt und der Staatsanwaltschaft initiiert werden. / kir

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